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Am Dienstag den 8. Mai wird uns Daniel Häni, Pionier der Grundeinkommensbewegung und Mitautor des Films „Grundeinkommen – ein Kulturimpuls“ (online zu sehen unter: http://grundeinkommen.tv/?p=263), brandaktuell vom Geschehen zu diesem Thema in der Schweiz berichten und mit uns diskutieren: Am 21. April 2012 ist die „Eidgenössische Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ lanciert worden.

Wir können gespannt sein, welche Impulse von dort ausgehen.

Dank des großen bürgerschaftlichen Engagements der Stadtplanerin Dr. Christa Kliemke und Ihres Ehemanns, Architekt Prof. Robert Wischer, konnte eines der bedeutendsten Bauten der neuen Sachlichkeit in Berlin gerettet werden: Das Landhaus Am Rupenhorn – 1929/1930 von den Architekten Hans und Wassili Luckhardt und Alfons Anker errichtet.

Christa Kliemke wird uns am Freitag, den 27. April 2012 im Rahmen des 11. Salons durch das Landhaus Am Rupenhorn führen und in die Geschichte des Hauses einführen -  vom Originalbau Ende der 1920er Jahre bis zu den jüngsten Restaurierungsmaßnahmen, der Wiederherstellung der Bibliothek im vergangenen Jahr.

Der Kunsthistoriker Jan Maruhn – Experte für die Architektur der Moderne – wird uns eingangs unter dem Titel „Absolut modern sein!“ mit der Architektur der 1920er Jahre vertraut machen: „Die ‚weiße Moderne‘ der Zwanziger Jahre leuchtet noch heute und kündigt von Ferne von einer zwingenden Idee von Modernität. Doch was verbirgt sich hinter der Form? Was hieß es, modern sein zu wollen, und wer entschied sich für die neue Architektur?“

Weiterführende Literatur zum Landhaus am Rupenhorn:
http://www.heinlewischerpartner.de/?id=102&projekt=97-030
http://www.denkmalschutz.de/projektuebersicht.html

Am Freitag, den 23. März 2012 wird uns Dr. Johannes Oberthür den Lyriker Rainer Maria Rilke nahebringen und dabei den Fokus auf dessen engen Bezug zur bildenden Kunst richten. Für Rilke, der in Prag und München Kunst- und Literaturgeschichte studiert hat, war die Kunst während seines gesamten Lebens eine große Konstante und eng geknüpft an wichtige Begegnungen und Beziehungen: So war er mit der Worpsweder Künstlerin Clara Westhoff verheiratet und mit vielen der damaligen Worpsweder Künstler befreundet. Später zog er nach Paris, um eine Monographie über den Bildhauer Auguste Rodin zu schreiben, wo er seine Liebe zur Kunst frei entfalten konnte und viele Kontakte zu Künstlern und Kunstliebhabern pflegte. Dort begegnete Rilke auch dem Werk des Malers Cézanne, der ihm fortan zum Vorbild wurde.

Am Donnerstag, den 26. Januar 2012 wird uns die erst 32jährige und bereits mit zahlreichen Literaturpreisen und Stipendien bedachte Schriftstellerin Ricarda Junge ihr Werk vorstellen und aus ihrem jüngsten Roman „Die komische Frau“ lesen.

Ihre bisherigen Erzählungen und Romane zeichnen sich durch eine erfrischende Eigenwilligkeit im Hinblick auf Erzählstil, Themen und spannungsreiche Perspektivenwechsel aus.
In ihrem Roman „Die komische Frau“ erzählt sie „eindringlich von einer Trennung und ihren Folgen, von den Schatten der Vergangenheit und den Falltüren der Realität.“ (S. Fischer Verlag).

Wie weit Goethe seiner Zeit voraus war und wie unfassbar aktuell sein Denken ist, wird uns Dr. jur. Dr. h. c. mult. Manfred Osten, einer der besten Goethe-Kenner unserer Zeit, im Rahmen der Salon-Matinée am Sonntag, den 27. November 2011 nahebringen. Unter dem Titel „Goethe und die Krisen des 21. Jahrhunderts – zur Aktualität eines Klassikers“ öffnet Manfred Osten die Augen dafür, dass Goethe – insbesondere im zweiten Teil seiner Faust-Tragödie – Themen antizipiert hat, die zu den brennenden der Gegenwart zählen, z.B. die künstliche Erschaffung und Optimierung des Menschen, die Globalisierung, die Finanzkrise oder die Kollateralschäden eines immer schnelleren technischen Fortschritts unserer wachstumsorientierten Ökonomie. Sich gerade in diesen Tagen mit dem weitsichtigen Denken Goethes zu beschäftigen, lohnt nicht zuletzt aus dem Grunde, dass er nicht nur die heutigen Probleme und Krisen antizipiert, sondern bereits „Therapievorschläge“ entwickelt hat.

Das Thema „Grundeinkommen“ wird immer präsenter in den Medien und öffentlichen Debatten: Die visionäre Idee, die Grundversorgung der Bürger völlig neu zu gestalten und jeder und jedem ein bedingungsloses Grundeinkommen zu zahlen. Was bedeutet das eigentlich genau? Welche gesellschaftlichen Veränderungen könnte man damit bewirken? Welche praktischen Ansätze gibt es bereits?

Im Rahmen des Salonabends am 21. Oktober 2011 wird Adrienne Goehler, die sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt und gemeinsam mit Götz Werner das Buch „1000 € für jeden. Freiheit, Gleichheit, Grundeinkommen“ verfasst hat, uns im Rahmen eines Vortrags die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens erläutern und mit uns im anschließenden Gespräch vertiefen und diskutieren.

Die neue Salon-Saison eröffnet der Philosoph und Biologe Dr. Andreas Weber und wagt sich mit uns an die komplexe Frage heran, was „Leben“ ist. Basierend auf seinem spannenden Buch „Alles fühlt. Mensch, Natur und die Revolution der Lebenswissenschaften“ öffnet Andreas Weber die Augen dafür, dass die Natur- und Lebenswissenschaften sich in einem Paradigmawechsel befinden: Forscher haben seiner Meinung nach erkannt, dass sie nur dann Antworten auf das „Rätsel Leben“ finden können, wenn sie Organismen als fühlende Systeme verstehen, die ihre Umwelt interpretieren und bewerten statt sklavisch Reizen zu folgen.
Dieses Weltbild, das Gefühl und Subjektivität als Dreh- und Angelpunkt, als Gemeinsamkeit jeglichen Lebens versteht, bewegt den Geist und das Herz gleichermaßen angesichts der Erkenntnis einer großen Verwandtschaft und Nähe aller Lebewesen untereinander und entsprechender Konsequenzen der Umweltzerstörung für uns alle.

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