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Im Rahmen unseres 83. Salons am Freitag, den 14. Dezember 2018 werden uns Moses März und Philipp Meyer einen Blick hinter die Kulissen ihrer frisch gegründeten Literaturzeitschrift „Mittel & Zweck“ (MUZ) werfen lassen und werden uns ihr engagiertes literarisches Projekt vorstellen:

MUZ-Titel

Die erste Ausgabe von Mittel & Zweck „MUZ1: Berlin – Kapstadt“ lässt Relationen entstehen, wo sonst keine Verbindungen gesehen werden: zwischen der Berliner Sonnenallee und der Kapstädter Hatfield Street, zwischen Theologie und Tanz, zwischen dem amerikanischen Hip Hop Musiker Mos Def/Yasiin Bey und dem Hamburger Rapper Bonez MC, zwischen einer missglückten Liebesgeschichte und der Beschreibung des Alltags im Goethe-Institut der Elfenbeinküste.

MUZ1 interessiert sich dabei für verschiedene Wege zur Sprache: Vom Fotokopieren, über das Transkribieren zum Zitieren, vom Durchstreichen zum Postkartenschreiben, vom Schreibmaschinenschreiben zur eigenen Handschrift. MUZ beruft sich dabei auf Walter Benjamins Essay „Zur Kritik der Gewalt“ und nimmt sich vor, Inhalte und Formen, Mittel und Zwecke nicht länger voneinander zu trennen. Sie versucht dabei eine eigene Sprache zu finden für die Themenfelder unserer Zeit und berührt dabei Fragen aus Politik, Musik, Sport und Religion.

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Fotos: Mittel & Zweck Literaturzeitschrift

Weitere Informationen über die Literaturzeitschrift „Mittel & Zweck“ von Moses März und Philipp Meyer:

Mittel & Zweck Webseite

Mittel & Zweck bei Facebook

 

 

Extra für uns kommen die Schüler_innen Sophia Marie Pott, Johannes Brütt, Jonah Sewing und Philipp Rehbock vom Greenteam „Sunrise“ aus Lübeck zu uns nach Berlin, um mit uns im Rahmen des 81. Salons am Samstag, den 24. November 2018 über das wichtige Thema zu sprechen, was Plastikmüll in der Umwelt auslöst – und was man dagegen tun kann.

Die vier engagieren sich seit Jahren für den Umweltschutz und sind durch einen aktuellen Skandal auf das Thema Plastikmüll aufmerksam geworden: Die Kläranlage in der Stadt Schleswig leitete zwei Jahre lang Plastikabfälle in die Schlei. Das Plastik stammt aus einem Faulturm, in dem unter anderem Speisereste zu Wärme und Energie verarbeitet werden sollten, die offensichtlich Verpackungsreste enthielten. So gelangten insgesamt mehrere hunderte Kilo Plastikmüll in den Fluss, wo sie eine Gefahr für die Tierwelt darstellen, die die Plastikschnipsel mit Futter verwechseln könnten.

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Fotos: Greenteam Sunrise/Greenpeace und Niklas Köhler

Philipp, Jonah, Johannes, und Sophia machten sich auf den Weg nach Schleswig, um das das Ausmaß der Katastrophe zu dokumentieren. Und sie fingen an, die Auswirkungen von Plastikmüll in der Umwelt anhand von Experimenten zu erforschen.

Was sie dabei herausgefunden haben und was man tun kann, um im Alltag Plastikmüll zu vermeiden, werden die vier uns im Rahmen des Salons erzählen, worauf ich mich schon sehr freue!

Weitere Informationen über der Greenteam „Sunrise“:

„Plastik sammeln an der Schlei“ – Bericht vom Greenteam

„Müll in der Schlei“ Teil 1 – das Greenteam verschafft sich einen Eindruck

„Müll in der Schlei“ Teil 2 – das Greenteam in Schleswig

Rüdiger Lange wird uns im Rahmen des 81. Salons am Samstag, den 13. Oktober 2018 durch die von ihm kuratierte Gruppenausstellung „Standard International #5: Spatial Manifestation“ im Gründerzeitensemble GLINT in Berlin-Mitte führen.

Standard International ist ein kuratorisches Konzept, das die Entwicklung von Immobilien begleitet. Mit interdisziplinären Ansätzen beleben die Ausstellungen Räume, setzen Impulse, kommentieren, unterstreichen oder konterkarieren die vorhandenen und geplanten architektonischen Visionen. Das Programm wird von dem Kurator Rüdiger Lange organisiert, der als Pionier in Sachen Kunst als Zwischennutzung im Laufe der vergangenen Jahre zahlreiche Projekte organisiert hat, die sich intensiv mit dem Dialog Kunst, (öffentlichem) Raum und Architektur befassen.

Die Gruppenausstellung „Standard International #5: Spatial Manifestation“ zeigt Skulpturen, Plastiken und Environments, die für eine charakteristische Materialästhetik vor allem der Berliner Nachwendezeit stehen. In den gezeigten Arbeiten manifestieren sich in künstlerische Formen umgesetzte räumliche Erfahrungen dieser Jahre.

Die mit dem Titel gemeinte „Räumlichkeit“ bezieht sich dabei sowohl auf die Frage, ob die gezeigten Arbeiten als Skulptur, als Plastik oder als Environment zu sehen sind, als auch auf die Entstehung dieser Arbeiten bedingenden Außen- und Innenräume eines mittlerweile fast vergangenen Berlins. Gleichzeitig verweist der Begriff der „Manifestation“ weniger auf eine kunstgeschichtliche Behauptung, die sich in dieser Ausstellung versinnbildlichen oder materialisieren würde, als vielmehr auf den handgreiflichen Charakter der Arbeiten: Den 15 beteiligten Berliner Künstlerinnen und Künstlern ist entweder eine spezielle Reflexion über Materialästhetik oder ein poetisch-materielles Nachdenken über räumliche Aspekte zu eigen, die sich aus entsprechenden Beobachtungen und stadträumlichen Erfahrungen in Innen- und Außenräumen insbesondere der letzten Berliner Jahrzehnte speist. Die Stadt befand sich im Auf-, aber auch im Abbruch; auch davon zeugen die Arbeiten.

Die atmosphärisch zwischen den Zeiten (Gründerzeit, DDR, Berliner Republik) schwebenden Räumlichkeiten des Gründerzeitensembles GLINT übernehmen dabei die Qualitäten einer Zeitmaschine, gehören sie doch zu den wenigen Räumen in Berlin-Mitte, die sich bisher den schroffen Nachwendecharme erhalten haben, der für viele der gezeigten Arbeiten die zeitgeschichtliche Folie darstellt, vor der sie entstanden.

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Weitere Informationen über Rüdiger Lange und seine aktuelle Ausstellung:

loop – raum für aktuelle kunst

Standard International – #5: Spatial Manifestation

Im Rahmen des 80. Salon am Freitag, den 5. Oktober 2018 stellt die Berliner Schriftstellerin Unda Hörner Ihr brandaktuelles Buch „1919 – Das Jahr der Frauen“ vor (erschienen im August 2018 bei ebersbach & simon):

1919 erhalten Frauen in Deutschland erstmals das Wahlrecht und machen sich auf allen Gebieten daran, ihr Leben selbst zu gestalten: Mit Käthe Kollwitz wird erstmals eine Frau in die Akademie der Künste berufen, Maria Juchacz hält als erste eine Rede im Parlament, Frauen studieren am neuen Bauhaus in Weimar. Während in Berlin Rosa Luxemburg ihren Einsatz für die politische Neuordnung mit dem Leben bezahlt, widmet man sich in Paris der Wissenschaft und Kultur: Marie Curies Radiuminstitut öffnet seine Pforten, Sylvia Beach gründet Shakespeare & Company und Coco Chanel kreiert das unsterbliche Chanel No. 5.

Unda Hörner verwebt die Lebenswege und historischen Ereignisse zu einer atmosphärisch dichten Erzählung, eine faszinierende Zeitreise ins Jahr 1919, in dem auf einmal alles möglich schien für die Frauen.

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Weitere Informationen über Unda Hörner und ihr aktuelles Buch:

Unda Hörner

„1919 – Das Jahr der Frauen“

Beitrag über Unda Hörners aktuelles Buch im Deutschlandfunk Kultur

WDR3-Interview mit Unda Hörner zu ihrem aktuellen Buch

Der Politikwissenschaftler und Historiker Götz Aly spricht im Rahmen unseres 79. Salons am 11. September 2018 mit uns über sein Buch „Europa gegen die Juden. 1880 – 1945“ (2017 im S. Fischer Verlag erschienen):

In seiner großen Gesamtdarstellung »Europa gegen die Juden 1880-1945« zeigt Götz Aly, dass der Holocaust nicht allein aus der deutschen Geschichte heraus erklärbar ist. Sowohl in West- als auch in Osteuropa hatten Antisemitismus und Judenfeindschaft seit 1880 sprunghaft zugenommen – angetrieben von Nationalismus und sozialen Krisen. Erstmals stellt Götz Aly hier den modernen Antisemitismus als grenzüberschreitendes Phänomen dar. Ohne die Schuld der deutschen Täter zu mindern, zeigt er, wie Rivalität und Neid, Diskriminierung und Pogrome seit Ende des 19. Jahrhunderts vielerorts dazu beigetragen haben, den Boden für Deportationen und Völkermord zu bereiten. Während des Zweiten Weltkriegs ermordeten die nationalsozialistischen Besatzer schließlich sechs Millionen Juden, die meisten in Osteuropa, teils unter Mithilfe lokaler Polizei und Behörden. Mit seinem gesamteuropäischen Blick ermöglicht Götz Aly ein neues, umfassendes Verständnis des Holocaust.

Weitere Informationen über Götz Aly und sein Buch:

 

 

Im Rahmen unseres 78. Salons am Donnerstag, den 30. August 2018 wird Ahmad Mansour mit uns über sein Buch „Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen.“ sprechen, das mir in vielerlei Hinsicht die Augen zu diesem Thema geöffnet hat (2015 im S. Fischer Verlag erschienen):

Warum zieht es Jugendliche in den Dschihad? Ist der Islam verantwortlich für den Terror? Und wie können wir uns dem religiösen Extremismus stellen? Bislang stehen Politik, Gesellschaft und besonders die Schulen diesen Fragen hilflos gegenüber. Kein Wunder, denn die Debatten werden falsch geführt, wie der renommierte Psychologe und Islamismusexperte Ahmad Mansour nachdrücklich zeigt.

Ahmad Mansour beantwortet diese Fragen mit beeindruckender Klarheit und Reflexion. Denn keiner kennt wie er beide Seiten. Bevor er den mühsamen Ausstieg schaffte, war er selbst radikaler Islamist. Jetzt arbeitet Ahmad Mansour in Berlin als Psychologe und betreut Familien von radikalisierten Jugendlichen. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen zeigt er mit seiner konkreten Präventionsarbeit mit muslimischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, dass es gelingen kann, schneller und überzeugender zu sein als die Radikalen.

Im September wird Ahmad Mansours neues Buch „Klartext zur Integration – Gegen falsche Toleranz und Panikmache“ erscheinen, in dem er sich mit gelingender Integration beschäftigt. Wir haben das Privileg, bereits vor Erscheinen des Buchs mit ihm über seine Thesen zu sprechen.

Ich freue mich schon heute sehr auf den Salonabend und die Diskussion zu diesem wirklich wichtigen Thema mit Ahmad Mansour und Euch.

Weitere Informationen über Ahmad Mansour und seinen Büchern:

Auch dieses Jahr können wir unsere schöne Sommertradition fortsetzen: Jan Maruhn lädt uns nun bereits zum siebten Mal ein, unser Salon-Sommerfest bei ihm im Garten in Berlin-Zehlendorf zu feiern: am Samstag, den 14. Juli 2018.

Wie jedes Jahr steht bewusst kein Thema auf der Agenda, um genug Zeit zu haben für gute Gespräche, Wiedersehen, gemeinsames Nachklingenlassen der vergangenen Salonabende. Und es uns bei Speis und Trank gut gehen zu lassen.