Feeds:
Beiträge
Kommentare

Die Kuratorin Dr. Annelie Lütgens wird uns im Rahmen unseres 90. Salons am Montag, den 8. Juli 2019 durch ihre Ausstellung „Lotte Laserstein – Von Angesicht zu Angesicht“ in der Berlinischen Galerie führen.  

Vor einigen Jahren bin ich durch ein Seminar an der Freien Universität Berlin auf die Malerin Lotte Laserstein (1898-1993) aufmerksam geworden, die bereits als 30-jährige eine berühmte und erfolgreiche Berliner Künstlerin war und ein faszinierendes Werk geschaffen hat. Denn es gelang ihr, einerseits spielerisch mit Zitaten der Kunstgeschichte umzugehen, aber doch eine ganz eigene Position zu finden. Besonders beeindrucken ihre feinfühligen Porträts und Selbstbildnisse, mit denen sie sich über damalige Geschlechterrollen hinwegsetzte.

Zwar konnte sie ihren Lebensunterhalt zeitlebens durch ihre Kunst finanzieren, doch ihre Karriere erfuhr 1933 eine jähe Zäsur. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft musste sie Deutschland verlassen, konnte in ihrem Exil in Schweden aber nicht mehr an ihre Bekanntheit in jungen Jahren anknüpfen und war auch von den Museen lange Zeit wenig beachtet.

Daher empfinde ich es als doppeltes Glück, momentan 58 Werke von Lotte Lasterstein in meiner Nachbarschaft in der Berlinischen Galerie sehen zu können und wir uns dieser zu Recht wieder bekannter werdenden Künstlerin im persönlichen Gespräch mit der Kuratorin Annelie Lütgens annähern können.

Lotte Laserstein (1898-1993): Liegendes Mädchen auf Blau, DAS VERBORGENE MUSEUM

Weitere Informationen zur Ausstellung und zu Dr. Annelie Lütgens:

Bereits im 9. Jahr können wir unsere schöne Sommertradition fortsetzen: Jan Maruhn lädt uns wieder ein, unser Salon-Sommerfest bei ihm im Garten in Berlin-Zehlendorf zu feiern: am Samstag, den 29. Juni 2019.

Wie jedes Jahr steht bewusst kein Thema auf der Agenda, um genug Zeit zu haben für gute Gespräche, Wiedersehen oder gemeinsames Nachklingenlassen vergangenen Salonabende. Und es uns bei Speis und Trank gut gehen zu lassen.

Im Rahmen unseres 89. Salons am Dienstag, den 25. Juni 2019 in Berlin wird Olaf Georg Klein uns sein jüngstes Buch über das Tagebuchschreiben vorstellen wird (2018 erschienen bei Wagenbach).

Nachdem ich durch Olaf Georg Kleins Buch „Zeit als Lebenskunst“ viele Erkenntnisse gewonnen habe, welches Verhältnis wir zu dem Phänomen Zeit haben, woran es sich sprachlich festmachen lässt und wie ein bewusstes Nachdenken darüber eine andere Haltung ermöglicht, liest sich sein neustes Buch zu meiner Freude wie eine Fortsetzung, da die Zeit eine so wichtige Dimension des Tagebuchschreibens ist. Wie bereits in seinem Buch über Zeit nähert sich Olaf Georg Klein dem Thema in seiner ganzen Vielschichtigkeit: 

Welche Bedeutung kann das Tagebuchschreiben für die Selbstwerdung entwickeln? Für das Finden der richtigen Balance aus Teilhabe an der äußeren Welt und Zeit für reflektierendes Innehalten?

Wer schreibt Tagebuch, in welchem Lebensalter, in welcher Form, und wie fängt man damit an? Schreibt man besser mit dem Stift oder am Computer, spontan oder bedacht, täglich oder nur gelegentlich, auf Reisen oder auch im Alltag, in kurzen Stichworten oder langen Sätzen? Darf man Tagebuchnotizen korrigieren? Sind sie dann noch authentisch? Und überhaupt: Wer sollte sie lesen? Wie gingen die berühmten Tagebuchschreiber der Geschichte mit ihren Aufzeichnungen um?

Inspirierende finde ich Olaf Georg Kleins Haltung, dass Tagebuchschreiben mehr Zeit schenkt als verbraucht – und dass das Schreiben das Leben vervielfacht. Er zeigt die Möglichkeiten, mittels des Tagebuchs die Erinnerung zu schärfen, konkreter zu denken, intensiver zu fühlen und zu leben.

Weitere Informationen Olaf Georg Klein und sein Buch „Tagebuchschreiben“:

Meine Salonièren-Kollegin Louisa Bolm und ich freuen uns sehr, eine gemeinsame Salon-Exkursion in die Hansestädte Lübeck und Rostock zu veranstalten:

Am Pfingstsamstag, den 8. Juni 2019 haben wir die Gelegenheit, die Lübeck-Oper „Tausend Jahre und 1 Tag“ der Komponistin Gabriele Pott zu erleben und uns nach der Vorstellung mit ihr hinter den Kulissen darüber auszutauschen.
Am nächsten Tag empfängt uns die Kunsthistorikerin Elke Neumann in der Kunsthalle Rostock und führt uns durch die von ihr kuratierte Ausstellung „Palast der Republik. Inspiration, Utopie, Politikum“.

Die Lübeck-Oper von Gabriele Pott ist 2018 als Auftragswerk zum Stadtjubiläum uraufgeführt worden. Über die Geschichte Lübecks wird ein großer Bogen von der Gründung bis zum Jahr 2143 gespannt. Jo und Nick erleben die Geschichte in einer Zeitreise und versuchen gemeinsam, die Stadt Lübeck vor dem Untergang zu retten. Dabei stoßen sie auf viele geschichtliche Figuren und Mythen aus der Vergangenheit. Mit modernen Mitteln des Musikdramas entsteht eine berührende Freundschaftsgeschichte und thematisiert nebenbei viele Probleme früherer und heutiger Generation.

Auch in Rostock werden wir die Gelegenheit haben, eine Zeitreise zu unternehmen und die Bedeutung historischer Entwicklungen für die Zukunft auszuloten: Die von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellung „Palast der Republik. Utopie, Inspiration, Politikum“ zeigt Ausstattungsstücke und Kunstwerke, die sich mit diesem kontrovers diskutierten Gebäude auseinandersetzen. Sie lädt dazu ein, sich zu erinnern oder den Palast der Republik und seine vielfältigen Facetten ganz neu zu entdecken.

Der Palast der Republik als Regierungsgebäude der DDR mit dem Saal der Volkskammer war zugleich ein zentrales Kulturhaus in der Mitte der Hauptstadt. Tägliche Veranstaltungen im Großen Saal, den Restaurants, der Disko im Jugendtreff, dem Theater und dem Spreebowling verliehen dem Ostberliner Nachtleben einen besonderen Glanz. Die Kunst und das Design, die den Palast zum Strahlen brachten, werden durch die Blicke vieler Künstler auf den Palast der Republik erweitert und zeigen ihn als Inspirationsquelle bis in die Gegenwart.

Das Jahr der Eröffnung des Humboldt-Forums scheint ein idealer Moment zu sein, sich der Geschichte dieses Orts zu erinnern.

Der Salonabend mit Heli Meisterson muss aus familiären Gründen leider verschoben werden. Aber wunderbarer Weise wird unsere hannoversche Gastgeberin Martina Trauschke den Abend gestalten und uns eine ihrer jüngsten literarischen Entdeckungen vorstellen:

Die Lektüre des im deutschsprachigen Kontexts nahezu unbekannten Romans der Dichterin Elizabeth Barrett Browning (1806-1861) ‚Aurora Leigh‘ ist eine herrliche Überraschung. Ein Vers-Roman, der die Entwicklung und das Werden einer Künstlerin in der Mitte des 19. Jahrhunderts erzählt. Wie findet ein Mensch seinen Weg, der nicht vorgezeichnet ist, sondern in jedem Schritt erfunden werden muss? In den Künstlerinnen-Bildungsroman sind einige biographische Züge ihres eigenen Lebens eingeflossen, das eine der spektakulärsten Dichterlieben umfasst. Im Roman und im Leben ist das innere Drama einer jungen Frau wahrzunehmen, die aus dem Unvorhergesehen heraus ihrer Leidenschaft im schönsten Wechselgeschehen mit ihrem unbestechlichen Wahrnehmungsvermögen folgt.

Schon lange beschäftigt mich als Medienwissenschaftlerin die Frage nach der aktuellen gesellschaftspolitischen Rolle der Medien angesichts extremer Veränderungen aufgrund unterschiedlicher Ursachen: Der fundamentalen Neuordnung der Medienlandschaft und veränderter Nutzerbedürfnisse durch die Digitalisierung oder die zunehmende Spaltung der Gesellschaft durch polarisierende Politik – Medien bzw. Journalisten stehen heute vor großen Herausforderungen, aber auch Chancen. Wie weit werden sie ihrer Rolle als vierte Gewalt im Staat momentan gerecht?

Vor einigen Wochen habe ich die Journalistin Tong-Jin Smith bei einer Veranstaltung zu diesem Thema erlebt und bin dem Impuls gefolgt, sie einzuladen, mit uns diese wichtigen Fragen im Rahmen unseres 87. Salonabends am 18. April 2019 diskutieren zu können.

Tong-Jin Smith ist als freie Journalistin tätig (Die Welt, Der Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Berliner Morgenpost, Frankfurter Rundschau u.a.) und Dozentin an der Freien Universität Berlin. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Nachhaltigkeit, Bildung, Stadtentwicklung und Architektur.

Für die meisten wird es kein Geheimnis sein, dass ich guter Schokolade nicht widerstehen kann. Kurz nach meinem Umzug in den Berliner Bergmann-Kiez vor 15 Jahren entdeckte ich mit entsprechender Erleichterung das kleine feine Geschäft Docura unweit meiner Wohnung und freundete mich umgehend mit Marina Monteiro und Jascha Kappelmeyer an, mit denen das Gespräch über Schokolade ein ähnlicher Genuss ist, wie die Schokolade zu kosten.

Bei einer Schokoladen-Verkostung mit Marina Monteiro für Freunde entstand die Idee eines Salonabends über „Schokolade als Aphrodisiakum“. Und ich freue mich sehr, Sie und Euch zu unserem 86. Salon am Montag, den 18. März 2019 zu diesem Thema einzuladen:

Schokolade, ein sinnlicher Genuss. Schon die Azteken verehrten den Kakao als Frucht der Götter und als Kraftspender. Für uns ist sie häufig ein Geschenk der Liebe und auch ein Bestandteil der Eroberung und Verführung. Sogar eine aphrodisierende Wirkung wird Schokolade nachgesagt. Aber kann Kakao wirklich unsere Lust steigern?

Marina Monteiro, seit 2001 Fachhändlerin für Schokolade in Berlin und bekennende Chocoholic, wird uns etwas über die Geschichte der Schokolade und ihre Wirkung auf Lust und Liebe erzählen. Die gebürtige Brasilianerin wird uns ihre Lieblingssorten zum Probieren mitbringen und aus dem Nähkästchen der Schokoladengeschichte plaudern. 

www.docura-berlin.de

instagram: docura.schokolade