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Archive for Januar 2015

Die Philosophin und Literaturwissenschaftlerin Dr. Ekaterina Poljakova wird im Rahmen des 36. Salons am Dienstag, den 17. Februar 2015 über das Thema „Macht“ sprechen:

Heute ist die Tendenz deutlich wahrnehmbar, den Begriff der Macht als Abschlusserklärung  für bestimmte negative Prozesse anzusetzen und ihn dabei in den fast ausschließlich politischen Bereich zu verweisen. Der Begriff der Macht wird damit als identisch mit dem Missbrauch der Macht angesehen. Die Erklärung von den negativ bewerteten Handlungen durch die Macht bzw. die Machtgier kann jedoch nur dann überzeugen, wenn man bereit ist, eine solche Abschlusserklärung zu akzeptieren, statt z.B. zu fragen: Warum wird dann die Macht überhaupt gewollt? Und noch grundlegender: Was will derjenige, der die Macht will? Kann er sie auch nicht wollen?

An diesem Abend werden wir einige Problemfelder der Macht thematisieren und über eine Verwendung des Begriffs diskutieren, die vielleicht sinnvoller als jene negative Ablehnung ist. Erstaunlicherweise zeigt die Geschichte der Philosophie ein viel reicheres Sinnspektrum der Macht als heute wahrgenommen wird. Von dem Aristotelischen dynamis über die scholastische Debatte zur Allmacht Gottes mit ihrer grundlegenden Unterscheidung von potentia und potestas und Spinozas allumfassend-ontologischen Begriff der Macht bis hin zu Nietzsches Idee des Willens zur Macht und der modernen kommunikativen Deutung des Begriffs bei Hannah Arendt kann die Macht als philosophischer Schlüsselbegriff betrachtet werden. Er steht in der Tat für eine Reihe von metaphysisch-ontologischen Vorstellungen wie Wille, Möglichkeit, Freiheit, verbirgt aber in sich auch ein ungeheuer kritisches Potential einer metaphysischen Denkweise. Über die Macht nachzudenken heißt so auch, über die eigene Denkweise kritisch zu reflektieren.

Weitere Informationen über Ekaterina Poljakova:

http://www.philosophicum.com/archiv/2014/referenten-2014/ekaterina-poljakova.html

http://www.phil.uni-greifswald.de/bereich2/philosophie/personal-1/privatdozenten/pd-dr-ekaterina-poljakova.html

https://karosalon.wordpress.com/referenten/

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In diesen Tagen wird mir bewusster denn je, wie wichtig für den Salon ein Klima der uneingeschränkten Meinungs- und Pressefreiheit ist. Der Salon lebt von der Vielfalt an Meinungen und Kulturen! Und der Salon ist seinerseits ein Ausdruck einer freien und vielfältigen Gesellschaft.
Leider zeigt die Geschichte immer wieder, dass ein solches Klima keinesfalls zu allen Zeiten und an allen Orten eine Selbstverständlichkeit ist. Deshalb spüre ich als Salonière in diesen Tagen eine besondere Verantwortung, die Stimme zu erheben und mich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln für Freiheit und Demokratie, für ein friedliches Miteinander aller Menschen einzusetzen. Und ich bin froh und dankbar, keinesfalls alleine zu sein, sondern mit Euch Gleichgesinnte an meiner Seite zu wissen, die mit mir zusammen die Stimme erheben! Das macht Mut und Hoffnung.
In diesem Sinne: Je suis Charlie! Und natürlich auch Ahmed und Juif!

Salon_Je suis Charlie

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