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Archive for Oktober 2016

Die Kunsthistorikerin Dr. Kyllikki Zacharias führt uns im Rahmen des 59. Salons am Montag, den 12. Dezember 2016 durch die von ihr kuratierte Ausstellung „Surreale Sachlichkeit. Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Nationalgalerie“ in der Sammlung Scharf-Gestenberg, die sie seit 2009 leitet.

Mit dieser Ausstellung ist es Kyllikki Zacharias gelungen, ganz neue Blicke zu ermöglichen, indem sie sich den Werken der Neuen Sachlichkeit mit der Frage nähert, welche psychischen Räume sich zwischen, über oder unter den Dingen auftun, die wir als „rein sachlich“ zu betrachten gewohnt sind. Darüber hinaus stellt sie die hochinteressante und aktuelle Frage, was das „Reale“ und in vermeintlicher Abgrenzung dazu das „Surreale“ wohl sei.

Ausgehend von den Werken der Nationalgalerie, die über einen reichen Bestand aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen verfügt, wirft die Ausstellung damit einen neuen, durch den Surrealismus geschärften Blick auf das Phänomen der Neuen Sachlichkeit. Tatsächlich haben diese Anfang der 1920er Jahre fast zeitgleich in Frankreich und Deutschland entstandenen Kunstrichtungen mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten möchte. Beide Bewegungen sind in Reaktionen auf die historischen Avantgarden entstanden, die mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ausgedient hatten. Nunmehr ging es weniger um die Erkundung der eigenen Bildmittel, den individuellen künstlerischen Ausdruck oder Stil als vielmehr darum, zu einer neuen ganzheitlichen Weltsicht zu gelangen. Für die Surrealisten wie für die Künstler der Neuen Sachlichkeit trat die subjektive Sicht des Künstlers zugunsten einer „objektiven“ Betrachtungsweise zurück, in der sich die gesellschaftliche Realität gleichsam wie von selbst offenbarte – mit ihren neuzeitlichen Errungenschaften, aber auch mit ihren psychischen Abgründen.

Die Ausstellung präsentiert ein breites Spektrum von Künstlern der Neuen Sachlichkeit. Dazu gehören Berühmtheiten wie Otto Dix, Christian Schad und Alexander Kanoldt, aber auch weniger bekannte Maler wie Paula Lauenstein, Fritz Burmann oder Curt Querner.

Mehr Informationen über Dr. Kyllikki Zacharias und die Ausstellung „Surreale Sachlichkeit“:

http://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/sammlung-scharf-gerstenberg/ausstellungen/detail/surreale-sachlichkeit-werke-der-1920er-und-1930er-jahre-aus-der-nationalgalerie.html

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Im Rahmen unseres 58. Salons am Freitag, den 9. Dezember 2016 wird Prof. Dr. Brigitte Spieß mit uns anhand ihres im November erscheinenden Buchs über „Neue Arbeits- und Führungswelten – Perspektivwechsel in Zeiten von Nachhaltigkeit und Digitalisierung“ sprechen und diskutieren (erscheint Mitte November 2016 in Co-Autorschaft mit Nicole Fabisch bei Springer).

Brigitte Spieß wird damit unsere Salon-Reihe zu der Fragestellung fortsetzen, wie wir zukünftig leben wollen, und anhand von inspirierenden Beispielen aus Praxis und Wissenschaft zeigen, wie ein Paradigmenwechsel hin zu einer neuen werteorientierten Arbeits- und Wirtschaftswelt sowie einer echten Nachhaltigkeitskultur gelingen kann. Denn die fortschreitende Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung werden die Arbeitskultur grundlegend verändern. Und auch der Wunsch nach sinnvoller Arbeit sowie die Notwendigkeit generationenübergreifender und interkultureller Zusammenarbeit stellen Führungskräfte in diesen Tagen vor neue Aufgaben.

Innerhalb dieses weiten Felds wird Brigitte Spieß im Rahmen ihres Vortrags einen Fokus darauf legen, wie Menschen ihre Potenziale in ihrer Rolle als Mitarbeiter/innen  in Institutionen und Unternehmen ideal entfalten können.

Mehr Informationen über Prof. Dr. Brigitte Spieß und ihr aktuelles Buch:

http://www.ebc-hochschule.de/fileadmin/EBC_Daten/Professoren/Vita/vita-ebc-hochschule-spiess-brigitte.pdf

http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-50531-1

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Die Menschenrechtsanwältin Dr. Miriam Saage-Maaß wird ihr gemeinsam mit Wolfgang Kaleck verfasstes Buch „Unternehmen vor Gericht. Globale Kämpfe für Menschenrechte“ (Verlag Klaus Wagenbach, 2016) im Rahmen unseres 57. Salonabends am Montag, den 21. November 2016 vorstellen:

Im September 2012 starben bei einem Brand in einer Textilfabrik im pakistanischen Karachi 260 Arbeiterinnen und Arbeiter. Dieser spektakuläre Fall ist nur ein Beispiel von unzähligen – täglich werden Menschen und natürliche Ressourcen durch Unternehmen auf der ganzen Welt ausgebeutet, oft mit tödlichen Konsequenzen. Dieses Mal verstummt der Aufschrei nicht. Die Betroffenen wehren sich dagegen, dass westliche Unternehmen von den billigen Arbeitskräften in Südasien profitieren, aber keinerlei Sorge für deren Sicherheit tragen. Sie verklagen den deutschen Bekleidungsdiscounter KiK und werden dabei von den Berliner Menschenrechtsanwälten Dr. Miriam Saage-Maaß und Wolfgang Kaleck unterstützt: Sie wollen, dass transnationale Firmen für die Arbeitsbedingungen in ihren Tochter- und Zulieferbetrieben im Ausland verantwortlich gemacht werden können.“

Anhand konkreter Fälle des Autorenduos – neben KiK auch gegen Pharmafirmen, gegen Nestlé, die Danzer Group und das Ingenieurunternehmen Lahmeyer – wird uns Miriam Saage-Maaß die Arbeit ihrer Menschenrechtsorganisation ECCHR vorstellen, ihre Hoffnungen, Niederlagen, Erfolge und vor allem, was jeder vom Widerstand im globalen Süden lernen kann: Neben den juristischen Mitteln zwingen Boykotte, Streiks und Proteste die Firmen endlich zum Umdenken.

Ich freue mich wirkliche sehr über die Möglichkeit, mit Miriam Saage-Maaß über ihre wichtige Arbeit im Salon sprechen zu können und damit auch einen inhaltlichen Bogen zu unserem Salon mit Valentin Beck schlagen zu können, der mit uns im August aus philosophischer Perspektive darüber diskutiert hat, was wir Menschen in Armut in anderen Teilen der Welt schulden.

Mehr Informationen über Miriam Saage-Maaß und ihr Buch:
https://www.ecchr.eu/de/ueber_ecchr/mitarbeiter-innen.html
https://www.wagenbach.de/autoren/autor/610-miriam-saage-maass.html
https://karosalon.wordpress.com/referenten/

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