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Archive for September 2018

Rüdiger Lange wird uns im Rahmen des 81. Salons am Samstag, den 13. Oktober 2018 durch die von ihm kuratierte Gruppenausstellung „Standard International #5: Spatial Manifestation“ im Gründerzeitensemble GLINT in Berlin-Mitte führen.

Standard International ist ein kuratorisches Konzept, das die Entwicklung von Immobilien begleitet. Mit interdisziplinären Ansätzen beleben die Ausstellungen Räume, setzen Impulse, kommentieren, unterstreichen oder konterkarieren die vorhandenen und geplanten architektonischen Visionen. Das Programm wird von dem Kurator Rüdiger Lange organisiert, der als Pionier in Sachen Kunst als Zwischennutzung im Laufe der vergangenen Jahre zahlreiche Projekte organisiert hat, die sich intensiv mit dem Dialog Kunst, (öffentlichem) Raum und Architektur befassen.

Die Gruppenausstellung „Standard International #5: Spatial Manifestation“ zeigt Skulpturen, Plastiken und Environments, die für eine charakteristische Materialästhetik vor allem der Berliner Nachwendezeit stehen. In den gezeigten Arbeiten manifestieren sich in künstlerische Formen umgesetzte räumliche Erfahrungen dieser Jahre.

Die mit dem Titel gemeinte „Räumlichkeit“ bezieht sich dabei sowohl auf die Frage, ob die gezeigten Arbeiten als Skulptur, als Plastik oder als Environment zu sehen sind, als auch auf die Entstehung dieser Arbeiten bedingenden Außen- und Innenräume eines mittlerweile fast vergangenen Berlins. Gleichzeitig verweist der Begriff der „Manifestation“ weniger auf eine kunstgeschichtliche Behauptung, die sich in dieser Ausstellung versinnbildlichen oder materialisieren würde, als vielmehr auf den handgreiflichen Charakter der Arbeiten: Den 15 beteiligten Berliner Künstlerinnen und Künstlern ist entweder eine spezielle Reflexion über Materialästhetik oder ein poetisch-materielles Nachdenken über räumliche Aspekte zu eigen, die sich aus entsprechenden Beobachtungen und stadträumlichen Erfahrungen in Innen- und Außenräumen insbesondere der letzten Berliner Jahrzehnte speist. Die Stadt befand sich im Auf-, aber auch im Abbruch; auch davon zeugen die Arbeiten.

Die atmosphärisch zwischen den Zeiten (Gründerzeit, DDR, Berliner Republik) schwebenden Räumlichkeiten des Gründerzeitensembles GLINT übernehmen dabei die Qualitäten einer Zeitmaschine, gehören sie doch zu den wenigen Räumen in Berlin-Mitte, die sich bisher den schroffen Nachwendecharme erhalten haben, der für viele der gezeigten Arbeiten die zeitgeschichtliche Folie darstellt, vor der sie entstanden.

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Weitere Informationen über Rüdiger Lange und seine aktuelle Ausstellung:

loop – raum für aktuelle kunst

Standard International – #5: Spatial Manifestation

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