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Archive for the ‘Architektur und Baukunst’ Category

Im Rahmen unseres 68. Salons am Montag, den 31. Juli 2017 wird Van Bo Le-Mentzel, der Kurator des Bauhaus Campus Berlin, mit uns im New Work Studio auf dem Bauhaus Campus diskutieren, wie wir zukünftig arbeiten und leben wollen vor dem Hintergrund knapper werdenden Wohnraums, steigender Mieten und offener Nachhaltigkeitsfragen.

Der Bauhaus Campus Berlin ist ein künstlerisches Experiment am Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung, Berlin, das neue Wege in der Bildungs- und Baukultur gehen will: Mit Blick auf den 100. Jahrestags der Bauhaus-Gründung im Jahr 2019 entwickelte die Tinyhouse University das Projekt Bauhaus Campus Berlin.

Seit März 2017 sind auf den Außenflächen des Museums Möglichkeitsräume für demokratische Utopien entstanden. Mit so genannten “tinyhouses” – 10 qm große Raumstrukturen auf Rädern – sollen Stadtstrukturen jenseits der Standards aufgebrochen werden, temporäre Dörfer und Städtebau ohne Genehmigungsschleifen erprobt werden. Auf dem Campus wird gemeinsam studiert, gebaut und über neue und gerechtere Formen des Miteinanders geforscht. Vorbild für dieses Experiment ist das Bauhaus als schulische Institution, in der vor 100 Jahren Bildung und Bauen neu gedacht wurde.

Weitere Informationen über Van Bo Le-Mentzel und den Bauhauscampus:
http://www.hartzivmoebel.de/
http://www.bauhauscampus.berlin/
http://www.tagesschau.de/inland/wohnraum-101.html

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Im Rahmens unseres 65. Salons am Sonntag, den 21. Mai 2017 werden wir eine Exkursion ins Oderbruch unternehmen: Der Kunsthistoriker Jan Maruhn wird uns Einblicke in das vielseitige Leben und Wirken des deutsch-jüdischen Bankiers und Mäzens Hugo Simon (1880-1950) geben, an dessen Biografie er gerade arbeitet (das Buch in Co-Autorschaft mit Nina Senger erscheint voraussichtlich im Herbst 2017): Hugo Simon nahm als Mitglied der Ankaufkommission Einfluss auf die Erwerbungspolitik der Berliner Nationalgalerie, war Aufsichtsratsmitglied im S. Fischer Verlag und im Ullstein Verlag. Als Privatbankier führte er die Finanzgeschäfte des Kunsthändlers und Verlegers Paul Cassirer und kümmerte sich auch um die Finanzen der SPD, um nur einige seiner vielseitigen Tätigkeiten zu nennen.

In Seelow haben wir die Gelegenheit, die bisher nicht öffentlich zugänglichen „Simonschen Anlagen am Schweizerhaus“ zu besichtigen, das Hugo Simon 1919 als florierendes Ausflugslokal mit Nachbargrundstücken erwarb. Dem Zeitgeist entsprechend entwickelte er ein Mustergut mit Ausbildung für junge Leute, Wohnungen für seine Arbeiter, Züchtung neuer Pflanzensorten und Geflügelrassen. Im Zuge des Umbaus ließ Simon eine Kopie von Goethes Weimarer Gartenhaus als Gästehaus errichten sowie eine Orangerie, Wohnhäuser und ein Bienenhaus für über 50 Bienenvölker.

Die unter Denkmalschutz stehenden Anlagen von gartengeschichtlicher und künstlerischer Bedeutung werden ab Sommer 2017 umfangreich restauriert mit dem Ziel, wieder an die Zeiten anzuknüpfen, in denen das Schweizerhaus dank Hugo Simon ein wichtiges geistiges Zentrum außerhalb Berlins neben Schloss Freienwalde von Walter Rathenau, den Künstlervillen am Wannsee, dem Künstlerort Friedrichshagen u.a. war.

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Anknüpfend an unsere Salons zu verschiedenen Aspekten der Architekturgeschichte und -soziologie im Jahr 2013 wird die Architektin Dr.-Ing. Natalie Heger im Rahmen des 27. Salons am Freitag, den 21. Februar 2014 ihre druckfrische Dissertation „Das Olympische Dorf München: Planungsexperiment und Musterstadt der Moderne“ vorstellen: Die Planung des Olympischen Dorfes zu den Olympischen Sommerspielen 1972 in München stellte Stadtplaner und Architekten vor eine einmalige Herausforderung. Die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen, aber auch das Interesse der damaligen Planer, sich intensiv mit gesellschaftlichen Fragen auseinander zu setzten, führten über einen ambitionierten Entwurfsprozess zu einer Wohnstadt, die exemplarisch für ihre Zeit steht und doch beispiellos blieb.
Im Anschluss an Natalie Hegers Vortrag erläutert der Buchgestalter Torsten Köchlin die grafische Konzeption und Umsetzung der Dissertation in Buchform. Erschienen ist Die Dissertation gerade im Reimer Verlag.

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Im Rahmen unseres 25. Salons am Freitag, den 20. September 2013 wird die Architektur- und Wohnsoziologin Prof. Dr. phil. habil. Christine Hannemann uns Einblicke in ihr Forschungs- und Interessenfeld „Neue Sesshaftigkeit – multilokales Wohnen“ geben:  Eine der prägnantesten Ausdrucksformen der heute allgegenwärtigen Mobilität(snotwendigkeit) ist das multilokale Leben. Multilokalität bedeutet „Vita activa an mehreren Orten.“ Der tätige Lebensalltag verteilt sich auf mehrere Orte, die in mehr oder weniger großen Zeiträumen aufgesucht und mit einer mehr oder weniger großen Funktionsteiligkeit genutzt werden. Die Kehrseite, also das Gegenstück von Multilokalität, ist eine spezifische Form von Sesshaftigkeit. Der Vortrag erläutert Ursachen, Typen und Folgen von Multilokalität. Zusammenfassend werden insbesondere beruflich bedingte Formen multilokalen Lebens diskutiert wie auch Folgen für die Stadtentwicklung.

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Unsere kleine Reihe zu verschiedenen Perspektiven auf die Klassische Moderne in Architektur, Kunst und Literatur setzt sich mit einem neuen Aspekt fort: Am Donnerstag, den 25. Juli wird die Kunsthistorikerin Dr. Anke Blümm uns im Rahmen des 22. Salonabends ihre Dissertation zum Thema „,Entartete Baukunst‘? Zum Umgang mit dem Neuen Bauen 1933-1945“ vorstellen:

Während die Diffamierungen der bildenden Künste und der Musik durch die Nationalsozialisten als „Entartete Kunst“ und „Entartete Musik“ in den vergangenen Jahren durch aktuelle Bücher und Ausstellungen ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gerückt sind, ist das Schicksal der Architekturmoderne der Weimarer Republik bisher vergleichsweise wenig erforscht. Gab es auch den Begriff der „Entarteten Baukunst“ im Nationalsozialismus? Gab es vergleichbare Versuche wie bei Malerei und Plastik, die angefeindete Architektur zu beseitigen oder zumindest zu verändern?
Dank der Forschungsarbeit von Anke Blümm liegen inzwischen auch für dieses Kapitel der Moderne Antworten vor, die sie uns im Salon präsentieren und mit uns diskutieren wird.

Abbildung entartete Baukunst
Abbildungen: „Entartete Baukunst“, aus: Deutsche Kunstbetrachtung 1938

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Der Kunsthistoriker Jan Maruhn wird uns im Rahmen des 20. Salons am Mittwoch, den 17. April 2013 den Blick für „Modernes vor der Moderne“ öffnen: Weit vor der Zeit der klassischen Moderne gibt es bereits Vorboten dieser Welt. In der Renaissance, im Barock und auch im 19. Jahrhundert finden sich im Detail wie auch in Konzeptionen und Großformen in Architektur, Bildhauerei und in de Malkunst Zeugnisse von Frühdenkern unserer Welt, die die klassische Moderne in genialer Weise antizipiert haben.

In Jan Maruhns Seminaren zur Architekturgeschichte, die ich in den vergangenen Jahren an der FU Berlin besucht habe, war ich zunächst immer wieder irritiert, wenn er auf Zeichen der Moderne in der Architektur vergangener Jahrhunderte aufmerksam machte. Der Hinweis auf den frappierend modernen Grundriss eines Platzes in Paris aus dem Barock gab mir den Impuls, Jan zu fragen, ob er sich einen Salonabend zu den Vorboten der Moderne vorstellen kann. Und ich freue mich wirklich sehr, dass Jan Maruhn auf diese Idee eingegangen ist und ich meine Erkenntnisse nun im Rahmen eines Salonabends mit Euch teilen kann.

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Der Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Arne Franke wird uns im Rahmen des 19. Salons am Montag, den 18. Februar 2013 auf eine gedankliche Reise nach Siebenbürgen begleiten, einer in Europa einzigartigen Kulturlandschaft: Zur Grenzsicherung und Urbarmachung des Landes riefen ungarische Könige seit dem 12. Jahrhundert deutsche Siedler in den Karpatenbogen. Auf Bedrohungen von außen, besonders auf Einfälle osmanischer Türken seit dem 14. Jahrhundert, reagierten die Bewohner mit der Befestigung ihrer Städte und Kirchen. So entwickelte sich in Siebenbürgen ein engmaschiges Netz an Kirchenburgen, das in Europa einzigartig ist.

Arne Franke ist mit den Kirchenburgen in Siebenbürgen vertraut wie vermutlich kein anderer: Für seine Publikation „Das wehrhafte Sachsenland. Kirchenburgen im südlichen Siebenbürgen“ (Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam,  2007) hat er sämtliche noch erhaltene Kirchenburgen besucht und erforscht – bis auf eine einzige, die bis heute ausschließlich per Pferdefuhrwerk zu erreichen ist.

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