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Archive for the ‘Gesellschaft’ Category

Im Rahmen unseres 78. Salons am Donnerstag, den 30. August 2018 wird Ahmad Mansour mit uns über sein Buch „Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen.“ sprechen, das mir in vielerlei Hinsicht die Augen zu diesem Thema geöffnet hat (2015 im S. Fischer Verlag erschienen):

Warum zieht es Jugendliche in den Dschihad? Ist der Islam verantwortlich für den Terror? Und wie können wir uns dem religiösen Extremismus stellen? Bislang stehen Politik, Gesellschaft und besonders die Schulen diesen Fragen hilflos gegenüber. Kein Wunder, denn die Debatten werden falsch geführt, wie der renommierte Psychologe und Islamismusexperte Ahmad Mansour nachdrücklich zeigt.

Ahmad Mansour beantwortet diese Fragen mit beeindruckender Klarheit und Reflexion. Denn keiner kennt wie er beide Seiten. Bevor er den mühsamen Ausstieg schaffte, war er selbst radikaler Islamist. Jetzt arbeitet Ahmad Mansour in Berlin als Psychologe und betreut Familien von radikalisierten Jugendlichen. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen zeigt er mit seiner konkreten Präventionsarbeit mit muslimischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, dass es gelingen kann, schneller und überzeugender zu sein als die Radikalen.

Im September wird Ahmad Mansours neues Buch „Klartext zur Integration – Gegen falsche Toleranz und Panikmache“ erscheinen, in dem er sich mit gelingender Integration beschäftigt. Wir haben das Privileg, bereits vor Erscheinen des Buchs mit ihm über seine Thesen zu sprechen.

Ich freue mich schon heute sehr auf den Salonabend und die Diskussion zu diesem wirklich wichtigen Thema mit Ahmad Mansour und Euch.

Weitere Informationen über Ahmad Mansour und seinen Büchern:

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Die Kunsthistorikerin Natascha Hellwag wird mit uns im Rahmen des 76. Salons am Samstag, den 2. Juni 2018 über das Thema „Beltracchis Aura. Das originale Kunstwerk zwischen Evidenz und Täuschung“ sprechen.

Der Maler Wolfgang Beltracchi hat jahrzehntelang selbst gemalte Bilder als verschollene Kunstwerke bedeutender Künstler der Moderne, wie z.B. Max Ernst oder Heinrich Campendonk, ausgegeben und für Millionensummen an Museen und Sammler verkauft. Überführt wurde er 2010 durch eine chemische Analyse eines seiner gefälschten Werke und 2011 in einem der größten Kunstfälscherprozesse der Nachkriegszeit zu einer Haftstrafe verurteilt.

Natascha Hellwag ist nun der spannenden Frage nachgegangen, inwieweit sich die Kunst Wolfgang Beltracchis bewerten lässt. Dazu hat sie sich an dem Begriff der „Aura“ orientiert, welcher von Walter Benjamin (1892–1940) innerhalb des Aufsatzes „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ (1936) entwickelt wurde und die Originalität eines Kunstwerkes manifestiert. Beltracchi schuf bis 2010 Bilder, die eine Wirkung besessen zu haben scheinen, welche dem Betrachter keinen Zweifel daran ließ, dass es sich nicht nur um ein Kunstwerk handelte, sondern um ein originales Kunstwerk. Tatsächlich handelt es sich jedoch um Bilder „im Stil von“ Heinrich Campendonk, Max Ernst, André Derain und weiteren, die Beltracchi gemeinsam mit seiner Frau als Originale verkaufte. Dieser Fälschungsskandal, welcher sich vielfältig auf die Organe des Kunstmarktes auswirkt, bietet jedoch nicht nur die Möglichkeit der Verbesserung der einzelnen Institutionen, welche Kunstwerke bewerten und schätzen, sondern auch die Möglichkeit der Betrachtung unseres Kunstbegriffs an sich: Was macht ein Bild überhaupt zu einem Kunstwerk? Was kann der Betrachter erfahren, wenn er es betrachtet – kann ihm eine Autorschaft, die die Originalität des Kunstwerkes belegen würde, evident werden oder wäre dies lediglich eine Illusion?

Literaturanregungen:

       Beltracchi, Helene und Wolfgang: Selbstporträt. Hamburg: Rowohlt 2014.

       Benjamin, Walter: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Mit Ergänzungen aus der Ersten und Zweiten Fassung. Hrsg. v. Burkhardt Lindner. Stuttgart: Reclam 2011.

       Müller, Burkhard: Beltracchi. Oder warum die Kunst den Zweifel braucht. Merkur (69. Jg., Heft 790), 2015, S. 5–17. (Hier abrufbar)

 

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Im Rahmen unseres 74. Salons am Donnerstag, den 26. April 2018 werden Petra Pinzler und Günther Wessel uns ihr brandneues Buch „Vier fürs Klima. Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben“ vorstellen (im März 2018 bei Droemer erschienen).
Der Ausgangspunkt: Die Pinzler/Wessels sind eine vierköpfige Familie: Günther (58), Petra (53), Jakob (16) und die heute 13-jährige Franziska. Sie essen gern abends gemeinsam (ja, tatsächlich!) und reden über den Tag, die Schule, das Leben. Eines Tages erzählt die zwölfjährige Tochter vom Klimabilanzrechner der Umweltorganisation WWF, der im Unterricht besprochen wurde. Familiäre Ökobilanz? Eigentlich ein Thema, über das die Familie alles zu wissen glaubt: Ja, das Klima ist bedroht. Die Eisschollen für die Eisbären werden immer kleiner. Die Temperaturen steigen. Aber es lebt sich eben doch ganz gut. Doch Jakob bohrt nach: „Ich will es genau wissen. Was könnten wir denn überhaupt tun, ohne dass es albern wird? So als Klimaretter?“

Das Projekt: Und damit war die Idee geboren: Die Familie entscheidet sich dazu, das Ganze fundiert anzugehen. Doch wo beginnt klimaneutrales Leben im Alltag und wo hört es auf? Ist der eingelagerte Bioapfel klimafreundlicher als der importierte Apfel aus Chile? Schwein oder Rind? Bahn oder Fernbus? Im Durchschnitt erzeugt jeder Bundesbürger mit seinem Lebensstil elf Tonnen CO2 pro Jahr. Ein klimaneutraler Wert ist jedoch schon mit der Erzeugung von über zwei Tonnen CO2 pro Nase und Jahr überschritten. Die Pinzler/Wessels beginnen ein Haushaltsbuch über ihren Konsum zu führen und gelangen schnell an den Punkt, an dem sie jene Lebensbereiche erkennen, in denen sie sich einbilden grün zu leben, aber in Wirklichkeit lächerlich wenig für ihren ökologischen Fußabdruck tun. Nach einem Jahr Selbstversuch kann die Familie klar sagen wann sie an ihre Grenzen stößt und inkonsequent ist, wo es leicht fällt, zu verzichten, wo schwer. Ihr anfänglicher Optimismus wird begleitet vom Zorn über das frühe Scheitern. Doch die Pinzler/Wessels geben nicht auf. 

Wie die CO2-Bilanz dieses Selbstversuchs ausgefallen ist, erfahrt Ihr beim Salonabend. Ich freue mich sehr darauf, von Petra und Günther für eine bessere persönliche CO2-Bilanz lernen zu können und mit Euch darüber zu diskutieren!

Weitere Informationen über Petra Pinzler, Günther Wessel und ihr aktuelles Buch:
Vier fürs Klima. Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben
Petra Pinzler
Günther Wessel

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Deborah Feldman wird im Rahmen unseres 72. Salons am Mittwoch, den 10. Januar 2018 mit uns zunächst über ihre weltweit beachtete autobiographische Erzählung „Unorthodox“ sprechen, die ihre Emanzipation aus einer chassidischen Gemeinde in Williamsburg (New York) auf sehr lebendige Weise nachzeichnet und schlagartig ein spektakulärer New-York-Times-Bestseller wurde. Ausführlicher vorstellen wird sie uns ihr jüngstes Werk „Überbitten“, in dem sie ihre Reise durch Europa auf den Spuren ihrer geliebten Großmutter schildert. Eine Reise, die nach einer Ambivalenz aus Ängsten, Vorurteilen, aber auch großer Offenheit und Neugierde in der Gegenwart im Berliner Bergmann-Kiez mündet, wo sich Autorin und Salonière dank ihres gemeinsamen Buchhändlers Lutz kennenlernten.

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Die Künstlerin und Filmemacherin Renata Keller wird uns im Rahmen des 70. Salons am Mittwoch, den 22. November 2017 ihren Film „Warum Frauen Berge besteigen sollten“ als Reise durch das Leben und Werk von Dr. Gerda Lerner zeigen und mit uns über diese außergewöhnliche Frau sprechen:

Als bahnbrechende feministische Historikerin, Autorin und soziale Reformerin ist Gerda Lerner zweifellos eine der inspirierendsten Frauenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie emigrierte vor den Nazis in die USA, war frühzeitig in der Bürgerrechtsbewegung engagiert, schrieb 1972 die überfällige Studie „Schwarze Frauen im weißen Amerika“, im Jahr 1986 „Die Entstehung des Patriarchats“ und begründete so die Frauen-Geschichtsschreibung. Der Film wirft einen detaillierten Blick auf das persönliche, berufliche und politische Leben Gerda Lerners und geht der Frage nach: Wie kann uns das Wissen über unsere eigene Geschichte dazu inspirieren, eine bessere Zukunft zu gestalten? Ausgehend von den revolutionären Errungenschaften der Frauen im 20. Jahrhundert wirft der Film auch einen Blick in die Zukunft und geht der Frage nach: Wo stehen die Frauen heute? Und was ist der nächste Schritt?

Weitere Informationen über Renata Keller und ihren Film

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Im Rahmen unseres 68. Salons am Montag, den 31. Juli 2017 wird Van Bo Le-Mentzel, der Kurator des Bauhaus Campus Berlin, mit uns im New Work Studio auf dem Bauhaus Campus diskutieren, wie wir zukünftig arbeiten und leben wollen vor dem Hintergrund knapper werdenden Wohnraums, steigender Mieten und offener Nachhaltigkeitsfragen.

Der Bauhaus Campus Berlin ist ein künstlerisches Experiment am Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung, Berlin, das neue Wege in der Bildungs- und Baukultur gehen will: Mit Blick auf den 100. Jahrestags der Bauhaus-Gründung im Jahr 2019 entwickelte die Tinyhouse University das Projekt Bauhaus Campus Berlin.

Seit März 2017 sind auf den Außenflächen des Museums Möglichkeitsräume für demokratische Utopien entstanden. Mit so genannten “tinyhouses” – 10 qm große Raumstrukturen auf Rädern – sollen Stadtstrukturen jenseits der Standards aufgebrochen werden, temporäre Dörfer und Städtebau ohne Genehmigungsschleifen erprobt werden. Auf dem Campus wird gemeinsam studiert, gebaut und über neue und gerechtere Formen des Miteinanders geforscht. Vorbild für dieses Experiment ist das Bauhaus als schulische Institution, in der vor 100 Jahren Bildung und Bauen neu gedacht wurde.

Weitere Informationen über Van Bo Le-Mentzel und den Bauhauscampus:
http://www.hartzivmoebel.de/
http://www.bauhauscampus.berlin/
http://www.tagesschau.de/inland/wohnraum-101.html

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Unverhofft ergibt sich gerade eine wunderbare Salon-Reihe rund um das Thema „Dialog“: Nachdem Carlos Fraenkel uns einen Einblick in seine Erkenntnisse zur Philosophie als „Werkzeugkasten“ für gelungene Gespräche – selbst bei scheinbar unüberbrückbaren Meinungsdifferenzen – gegeben haben wird, können wir von dem Philosophen, Phil.Cologne-Gründer und WDR-Journalisten Jürgen Wiebicke erfahren, was er aus Gesprächen mit verschiedensten Menschen während einer vierwöchigen Wanderung durch Nordrhein-Westfalen über den Zustand unseres Landes gelernt hat: Im Rahmen des 67. Salons am Mittwoch, den 19. Juli 2017 wird Jürgen Wiebicke mit uns über sein Buch „Zu Fuß durch ein nervöses Land. Auf der Suche nach dem, was uns zusammenhält“ sprechen (2016 erschienen bei Kiepenheuer & Witsch):

„Immer mehr Menschen spüren ein zunehmendes Unbehagen daran, dass an unserem derzeitigen individualistischen Lebensstil etwas grundsätzlich faul ist. Aber wie er zu ändern wäre, ist immer noch äußerst unklar. Gegen diese Lähmung im Denken und Handeln ist das Wandern seit jeher eine großartige Therapie. Daher ist Jürgen Wiebicke im Sommer vorletzten Jahres einfach losgelaufen, um etwas über den Zustand unserer Gesellschaft zu erfahren, über den Krisenmodus, in dem wir stecken – und um Menschen zu begegnen, die ganz konkret neue Formen des politischen Engagements erproben. Er traf Künstler, Millionäre und Sportler, sprach mit Leitern von Jugendhilfezentren und Flüchtlingsheimen, besuchte unter anderem ein Schützenfest, Yoga-Sitzungen im Klostergarten und einen Schlachthof. Er stellte fest: Nicht nur angesichts der Flüchtlinge wächst die Bereitschaft, sich um mehr als um den eigenen Vorgarten zu kümmern und sich für ein gelingendes Gemeinwesen einzusetzen.“

Weitere Informationen über Jürgen Wiebicke und sein aktuelles Buch:

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