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Archive for the ‘Goethe’ Category

Der ausgewiesene Goethe-Kenner Dr. Manfred Osten wird mit uns im Rahmen des 69. Salons am Sonntag, den 12. November 2017 über sein jüngstes Buch »Gedenke zu leben! Wage es, glücklich zu sein!« oder Goethe und das Glück sprechen.

Immer wieder bin ich fasziniert, wie weitsichtig Goethe Themen und Aspekte unserer Gegenwart antizipiert hat und wie aktuell seine Analysen und lebenspraktischen Anregungen für diese unruhigen Zeiten sind:

»Jeder Trost ist niederträchtig / Und Verzweiflung nur ist Pflicht« heißt es in einem Versentwurf zum »Faust«. Goethe selbst aber hat sich gegen Unglück und Verzweiflung zur Wehr gesetzt und im »Wilhelm Meister« dagegengehalten: »Gedenke zu leben! Wage es, glücklich zu sein!« Manfred Osten zeigt, wie Goethe sich zwischen diesen beiden extremen Polen bewegt hat, und wie er für sich Strategien und Wege fand, glücklich zu sein. Wer glücklich sein will, muss sich das erarbeiten, muss an sich arbeiten. Goethe nannte dies das »Übungsglück« der Mäßigung. Gleichzeitig beschreibt Osten, wie hellsichtig Goethe seine Zeit und die aufkommende Industrialisierung mit der sie begleitenden Beschleunigung allen Wirkens und Handelns als dem Glück entgegenstehend verstanden hat: »So wenig nun die Dampfwagen zu dämpfen sind, so wenig ist dies auch im Sittlichen möglich: die Lebhaftigkeit des Handels, das Durchrauschen des Papiergeldes, das Anschwellen der Schulden, um Schulden zu bezahlen, das alles sind die ungeheueren Elemente …« Geschrieben hat Goethe das 1825, aber es wird hier eine Brücke zu uns ins 21. Jahrhundert geschlagen, in dem sich scheinbar alles Glück und jedes Leben optimieren lässt.

Ich freue mich sehr darauf, von Manfred Osten im Rahmen des Salons mehr über Goethes Strategien zu erfahren, sich sein Glück zu erarbeiten – gerade in verzweifelten Zeiten.
Weitere Informationen über Manfred Osten und sein aktuelles Buch:

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Ich freue mich sehr, Sie und Euch zu unserem 24. Salonabend am Donnerstag, den 29. August einladen zu dürfen: Fast pünktlich zum Goethe-Geburtstag wird die Kunsthistorikerin und Goethe-Kennerin Prof. Dr. Christa Lichtenstern uns Einblick gewähren in ihre aktuelle Beschäftigung mit Goethes fachkundigem Interesse an der bildenden Kunst, insbesondere an der Skulptur: „Goethes Denken, Dichten und Tun ging immer vom lebendigen Phänomen aus. Diese seine Gegenständlichkeit prägte wesentlich auch sein Verhältnis zur Skulptur. Sie wurde bislang noch kaum als interdisziplinäres Goethe-Thema entdeckt. Es war eine Liebe auf den zweiten Blick. Im elterlichen Haus war Goethe vorwiegend nur der Malerei begegnet. Wie unentbehrlich ihm später die Skulptur aus Antike, Renaissance und Gegenwart wurde, zeigt er uns als Sammler, als Dichter anhand bestimmter Motive und als Mentor und Kunstförderer in Weimar. Die Frage, wie weit und warum sein Einfluss gerade auch in  Berliner Bildhauerateliers hineinreichte, wird abschließend spannend werden.“

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Die „Grande Dame der internationalen Goethe-Forschung“ Prof. Dr. Katharina Mommsen, die sich im Oktober für einige Tage in Berlin aufhalten wird, um ihr jüngstes Buch „Goethe und der Alte Fritz“ vorzustellen, wird uns zu meiner Freude am Freitag, den 19. Oktober 2012 im Rahmen eines Salonabends in die Bedeutung der arabischen Erzählkunst und Poesie für die deutschsprachige Literatur einführen. Den Fokus wird sie dabei auf Goethes „West-östlichen Divan“ richten, denn Goethe hat sich schon in jungen Jahren intensiv mit der arabischen Kultur beschäftigt und diese – nicht ohne Wirkung auf sein Werk – hoch geschätzt.

Katharina Mommsen, emeritierte Professorin für Germanistik an der Stanford University in Kalifornien, hat die enge Beziehung zwischen Goethe und der islamischen Welt so gründlich erforscht wie kein anderer Germanist. Sie ist in „ihrer jahrzehntelangen Forschungsarbeit und ihrem Wirken für eine Verständigung zwischen den Kulturen Goethes Spuren gefolgt. Sie zeigt Goethe als geistigen Dolmetscher und echten Brückenbauer zwischen den Kulturen – mithin in seinen heute wahrscheinlich aktuellsten Rollen.“ (Wallstein)

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Am 10. Juli 2012 wird uns der Politikwissenschaftler und Mitbegründer der deutschen Friedensforschung Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff anhand zeitgeschichtlich bedeutsamer autobiographischer „Lebensfäden“ (Verlag Graswurzelrevolution, 2012) Einblick in seine äußerst vielseitige Biographie geben und seine Perspektive auf Meilensteine des 20. und frühen 21. Jahrhunderts mit uns teilen: Den als Kind miterlebten zweiten Weltkrieg, die Studentenproteste der 1960er Jahre, die Entstehung der Friedensbewegung, um nur eine Auswahl zu nennen. Aber auch sein von Jugend an intensives Interesse für Musik und Theater sowie für Goethe und Shakespeare prägt seine Biographie und wird im Salon sicherlich viele Anknüpfpunkte für Gespräche und Austausch bieten.

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Wie weit Goethe seiner Zeit voraus war und wie unfassbar aktuell sein Denken ist, wird uns Dr. jur. Dr. h. c. mult. Manfred Osten, einer der besten Goethe-Kenner unserer Zeit, im Rahmen der Salon-Matinée am Sonntag, den 27. November 2011 nahebringen. Unter dem Titel „Goethe und die Krisen des 21. Jahrhunderts – zur Aktualität eines Klassikers“ öffnet Manfred Osten die Augen dafür, dass Goethe – insbesondere im zweiten Teil seiner Faust-Tragödie – Themen antizipiert hat, die zu den brennenden der Gegenwart zählen, z.B. die künstliche Erschaffung und Optimierung des Menschen, die Globalisierung, die Finanzkrise oder die Kollateralschäden eines immer schnelleren technischen Fortschritts unserer wachstumsorientierten Ökonomie. Sich gerade in diesen Tagen mit dem weitsichtigen Denken Goethes zu beschäftigen, lohnt nicht zuletzt aus dem Grunde, dass er nicht nur die heutigen Probleme und Krisen antizipiert, sondern bereits „Therapievorschläge“ entwickelt hat.

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