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Archive for the ‘Kultur’ Category

Nachdem wir uns im Januar erstmals in München zu einem Salonabend zusammengefunden haben, wird mein Salon im Frühsommer erstmals in Hannover zu Gast sein: Heli Meisterson spricht im Rahmen unseres 88. Salons am 18. Mai 2019 über die Bedeutung von Kulturhauptstädten für ein vereintes Europa.

In Tagen des verzweifelten Ringens um einen wenigstens geordneten Brexit wird einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, sich die Errungenschaften eines vereinten und friedlichen Europas bewusst zu machen. Und die Bedeutung der Kultur in den Fokus zu nehmen, die Anlässe für grenzüberschreitende Begegnungen stiftet, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu vermitteln weiß und eine visionäre Kraft entfalten kann. Nimmt die Wichtigkeit von Kulturhauptstädten zu, um ein vereintes Europa zu stärken und dessen Vorzüge erlebbar zu machen?

Heli Meisterson wird uns zu dieser Frage aus ihrem reichen Erfahrungsschatz teilhaben lassen können. Sie hat die Stadt Tallinn 2011 in der Rolle der Kulturhauptstadt mit Blick auf die künstlerischen Projekte begleitet. Momentan berät sie die Stadt Hannover bei der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 mit dem Fokus auf den internationalen Netzwerkaufbau zum Themenbereich „Europäische Dimension“.

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Mein Salon wird dieses Jahr erstmals in München zu Gast sein: Der Musikreferent und Cembalist Rolf Basten referiert am Samstag, den 19. Januar 2019 im Rahmen des 84. Salonabends über das spannende Thema „Musik und Moral – ein „zertrennliches“ Verhältnis?“:

In seinen Briefen zur ästhetischen Erziehung des Menschen teilt Friedrich von Schiller seine Überzeugung mit, der Mensch könne durch die sinnliche Erfahrung von Kunst zum Besseren gewandelt werden. Dies wirft heutzutage natürlich Fragen auf. Wohnt der tönenden Kunst tatsächlich Moral inne? Kann Musik die Moral festigen oder gar schwächen? Kann bzw. soll man künstlerische Produkte von der Biographie und dem Charakter ihrer Schöpfer trennen? Warum reglementieren Diktaturen das Musikleben in ihren Herrschaftsräumen so drastisch?

In seinem Vortrag spürt Rolf Basten mit vielen Musikbeispielen diverser Epochen und Genres der tönenden Kunst zwischen Glaubensvermittlung, Agitation, Verführung und Geschwisterinzest nach.

Ich freue mich schon sehr auf den Abend in München mit Rolf Basten und Euch und eine neue Perspektive auf die Wirkungsmöglichkeiten der Musik.

Weitere Informationen über Rolf Basten:

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Rüdiger Lange wird uns im Rahmen des 81. Salons am Samstag, den 13. Oktober 2018 durch die von ihm kuratierte Gruppenausstellung „Standard International #5: Spatial Manifestation“ im Gründerzeitensemble GLINT in Berlin-Mitte führen.

Standard International ist ein kuratorisches Konzept, das die Entwicklung von Immobilien begleitet. Mit interdisziplinären Ansätzen beleben die Ausstellungen Räume, setzen Impulse, kommentieren, unterstreichen oder konterkarieren die vorhandenen und geplanten architektonischen Visionen. Das Programm wird von dem Kurator Rüdiger Lange organisiert, der als Pionier in Sachen Kunst als Zwischennutzung im Laufe der vergangenen Jahre zahlreiche Projekte organisiert hat, die sich intensiv mit dem Dialog Kunst, (öffentlichem) Raum und Architektur befassen.

Die Gruppenausstellung „Standard International #5: Spatial Manifestation“ zeigt Skulpturen, Plastiken und Environments, die für eine charakteristische Materialästhetik vor allem der Berliner Nachwendezeit stehen. In den gezeigten Arbeiten manifestieren sich in künstlerische Formen umgesetzte räumliche Erfahrungen dieser Jahre.

Die mit dem Titel gemeinte „Räumlichkeit“ bezieht sich dabei sowohl auf die Frage, ob die gezeigten Arbeiten als Skulptur, als Plastik oder als Environment zu sehen sind, als auch auf die Entstehung dieser Arbeiten bedingenden Außen- und Innenräume eines mittlerweile fast vergangenen Berlins. Gleichzeitig verweist der Begriff der „Manifestation“ weniger auf eine kunstgeschichtliche Behauptung, die sich in dieser Ausstellung versinnbildlichen oder materialisieren würde, als vielmehr auf den handgreiflichen Charakter der Arbeiten: Den 15 beteiligten Berliner Künstlerinnen und Künstlern ist entweder eine spezielle Reflexion über Materialästhetik oder ein poetisch-materielles Nachdenken über räumliche Aspekte zu eigen, die sich aus entsprechenden Beobachtungen und stadträumlichen Erfahrungen in Innen- und Außenräumen insbesondere der letzten Berliner Jahrzehnte speist. Die Stadt befand sich im Auf-, aber auch im Abbruch; auch davon zeugen die Arbeiten.

Die atmosphärisch zwischen den Zeiten (Gründerzeit, DDR, Berliner Republik) schwebenden Räumlichkeiten des Gründerzeitensembles GLINT übernehmen dabei die Qualitäten einer Zeitmaschine, gehören sie doch zu den wenigen Räumen in Berlin-Mitte, die sich bisher den schroffen Nachwendecharme erhalten haben, der für viele der gezeigten Arbeiten die zeitgeschichtliche Folie darstellt, vor der sie entstanden.

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Weitere Informationen über Rüdiger Lange und seine aktuelle Ausstellung:

loop – raum für aktuelle kunst

Standard International – #5: Spatial Manifestation

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Dr. Angelika Wesenberg führt uns im Rahmen unseres 77. Salons am 13. Juni 2018 durch die von ihr mitkonzipierte, von Birgit Verwiebe kuratierte Ausstellung „Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir“ in der Alten Nationalgalerie.

Wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denkt, der hat Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer“ von ca. 1817 vor Augen. Diese herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Hodler und Gauguin nachspürt.

Mit Rousseaus Parole „Zurück zur Natur!“ und Goethes Sturm und Drang-Dichtung wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Umbrüche seit der Französischen Revolution entwickelt sich in einer Gegenbewegung eine neue Form der entschleunigten Selbst- und Welterkenntnis, die bis heute nachwirkt.

Seit der Romantik erobern sich Künstler die Natur zu Fuß und unter neuen Aspekten. Dem Wandern wächst dabei in der Kunst die sinnbildliche Bedeutung der Lebensreise und der symbolischen Pilgerschaft zu. Die selbstbestimmte Fußreise eröffnet eine neue, intensive Art der Naturbegegnung und eine sinnliche wie auch körperliche Form der Weltaneignung.

Ich freue mich sehr, dass Angelika Wesenberg uns eine exklusive Führung außerhalb der regulären Öffnungszeiten in der Alten Nationalgalerie ermöglicht, so dass wir uns in Ruhe der Ausstellung zuwenden können.

Weitere Informationen über die Ausstellung:

Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir

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Unseren 73. Salon am Mittwoch, den 21. März 2018 werden Petra und Ralph-Robert Lichterfeld gestalten, die sich in Deutschland und Frankreich in großem Maße für die klassische Musik engagieren. Besonders am Herzen liegt ihnen die (Wieder-)Entdeckung von Werken in Vergessenheit geratener oder unterdrückter Komponisten, insbesondere soweit sie Opfer und offensichtliche Gegner von Regimen waren und sind, die Grundrechte systematisch verletz(t)en und verweiger(te)n. Ihr Projekt EchoSpore hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses Feld aufzuhellen und ein Biotop zu sein, in dem dieser wertvolle Teil der Musikkultur sich regenerieren, entfalten und ausreifen kann. Dazu gehört neben der gezielten Förderung von Aufführungen dieser Werke auch eine umfangreiche Datenbank zu den Komponisten und Komponistinnen und ihren Werken – ein wahrer Schatz für alle Liebhaber klassischer Musik.

Weitere Informationen über Petra und Ralph-Robert Lichterfelds Stiftung und Projekte:
Stiftung Lichterfeld
EchoSpore

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Die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Christa Lichtenstern wird uns im Rahmen des 71. Salons am Sonntag, den 7. Januar 2018 durch die von ihr kuratierte Emil Cimiotti-Retrospektive “Denn was innen, das ist außen” im Georg-Kolbe-Museum führen.

Emil Cimiotti feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Der Bildhauer und Zeichner prägte die (west-)deutsche Kunst der Nachkriegszeit als Pionier der Abstraktion und war 1958 und 1960 auf der Biennale in Venedig, 1959 und 1964 auf der documenta in Kassel vertreten.

Weitere Informationen über Emil Cimiotti, Christa Lichtenstern und die Ausstellung:

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Die Kunsthistorikerin Dr. Kyllikki Zacharias führt uns im Rahmen des 59. Salons am Montag, den 12. Dezember 2016 durch die von ihr kuratierte Ausstellung „Surreale Sachlichkeit. Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Nationalgalerie“ in der Sammlung Scharf-Gestenberg, die sie seit 2009 leitet.

Mit dieser Ausstellung ist es Kyllikki Zacharias gelungen, ganz neue Blicke zu ermöglichen, indem sie sich den Werken der Neuen Sachlichkeit mit der Frage nähert, welche psychischen Räume sich zwischen, über oder unter den Dingen auftun, die wir als „rein sachlich“ zu betrachten gewohnt sind. Darüber hinaus stellt sie die hochinteressante und aktuelle Frage, was das „Reale“ und in vermeintlicher Abgrenzung dazu das „Surreale“ wohl sei.

Ausgehend von den Werken der Nationalgalerie, die über einen reichen Bestand aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen verfügt, wirft die Ausstellung damit einen neuen, durch den Surrealismus geschärften Blick auf das Phänomen der Neuen Sachlichkeit. Tatsächlich haben diese Anfang der 1920er Jahre fast zeitgleich in Frankreich und Deutschland entstandenen Kunstrichtungen mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten möchte. Beide Bewegungen sind in Reaktionen auf die historischen Avantgarden entstanden, die mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ausgedient hatten. Nunmehr ging es weniger um die Erkundung der eigenen Bildmittel, den individuellen künstlerischen Ausdruck oder Stil als vielmehr darum, zu einer neuen ganzheitlichen Weltsicht zu gelangen. Für die Surrealisten wie für die Künstler der Neuen Sachlichkeit trat die subjektive Sicht des Künstlers zugunsten einer „objektiven“ Betrachtungsweise zurück, in der sich die gesellschaftliche Realität gleichsam wie von selbst offenbarte – mit ihren neuzeitlichen Errungenschaften, aber auch mit ihren psychischen Abgründen.

Die Ausstellung präsentiert ein breites Spektrum von Künstlern der Neuen Sachlichkeit. Dazu gehören Berühmtheiten wie Otto Dix, Christian Schad und Alexander Kanoldt, aber auch weniger bekannte Maler wie Paula Lauenstein, Fritz Burmann oder Curt Querner.

Mehr Informationen über Dr. Kyllikki Zacharias und die Ausstellung „Surreale Sachlichkeit“:

http://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/sammlung-scharf-gerstenberg/ausstellungen/detail/surreale-sachlichkeit-werke-der-1920er-und-1930er-jahre-aus-der-nationalgalerie.html

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