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Archive for the ‘Kultur’ Category

Dr. Angelika Wesenberg führt uns im Rahmen unseres 77. Salons am 13. Juni 2018 durch die von ihr mitkonzipierte, von Birgit Verwiebe kuratierte Ausstellung „Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir“ in der Alten Nationalgalerie.

Wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denkt, der hat Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer“ von ca. 1817 vor Augen. Diese herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Hodler und Gauguin nachspürt.

Mit Rousseaus Parole „Zurück zur Natur!“ und Goethes Sturm und Drang-Dichtung wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Umbrüche seit der Französischen Revolution entwickelt sich in einer Gegenbewegung eine neue Form der entschleunigten Selbst- und Welterkenntnis, die bis heute nachwirkt.

Seit der Romantik erobern sich Künstler die Natur zu Fuß und unter neuen Aspekten. Dem Wandern wächst dabei in der Kunst die sinnbildliche Bedeutung der Lebensreise und der symbolischen Pilgerschaft zu. Die selbstbestimmte Fußreise eröffnet eine neue, intensive Art der Naturbegegnung und eine sinnliche wie auch körperliche Form der Weltaneignung.

Ich freue mich sehr, dass Angelika Wesenberg uns eine exklusive Führung außerhalb der regulären Öffnungszeiten in der Alten Nationalgalerie ermöglicht, so dass wir uns in Ruhe der Ausstellung zuwenden können.

Weitere Informationen über die Ausstellung:

Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir

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Unseren 73. Salon am Mittwoch, den 21. März 2018 werden Petra und Ralph-Robert Lichterfeld gestalten, die sich in Deutschland und Frankreich in großem Maße für die klassische Musik engagieren. Besonders am Herzen liegt ihnen die (Wieder-)Entdeckung von Werken in Vergessenheit geratener oder unterdrückter Komponisten, insbesondere soweit sie Opfer und offensichtliche Gegner von Regimen waren und sind, die Grundrechte systematisch verletz(t)en und verweiger(te)n. Ihr Projekt EchoSpore hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses Feld aufzuhellen und ein Biotop zu sein, in dem dieser wertvolle Teil der Musikkultur sich regenerieren, entfalten und ausreifen kann. Dazu gehört neben der gezielten Förderung von Aufführungen dieser Werke auch eine umfangreiche Datenbank zu den Komponisten und Komponistinnen und ihren Werken – ein wahrer Schatz für alle Liebhaber klassischer Musik.

Weitere Informationen über Petra und Ralph-Robert Lichterfelds Stiftung und Projekte:
Stiftung Lichterfeld
EchoSpore

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Die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Christa Lichtenstern wird uns im Rahmen des 71. Salons am Sonntag, den 7. Januar 2018 durch die von ihr kuratierte Emil Cimiotti-Retrospektive “Denn was innen, das ist außen” im Georg-Kolbe-Museum führen.

Emil Cimiotti feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Der Bildhauer und Zeichner prägte die (west-)deutsche Kunst der Nachkriegszeit als Pionier der Abstraktion und war 1958 und 1960 auf der Biennale in Venedig, 1959 und 1964 auf der documenta in Kassel vertreten.

Weitere Informationen über Emil Cimiotti, Christa Lichtenstern und die Ausstellung:

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Die Kunsthistorikerin Dr. Kyllikki Zacharias führt uns im Rahmen des 59. Salons am Montag, den 12. Dezember 2016 durch die von ihr kuratierte Ausstellung „Surreale Sachlichkeit. Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Nationalgalerie“ in der Sammlung Scharf-Gestenberg, die sie seit 2009 leitet.

Mit dieser Ausstellung ist es Kyllikki Zacharias gelungen, ganz neue Blicke zu ermöglichen, indem sie sich den Werken der Neuen Sachlichkeit mit der Frage nähert, welche psychischen Räume sich zwischen, über oder unter den Dingen auftun, die wir als „rein sachlich“ zu betrachten gewohnt sind. Darüber hinaus stellt sie die hochinteressante und aktuelle Frage, was das „Reale“ und in vermeintlicher Abgrenzung dazu das „Surreale“ wohl sei.

Ausgehend von den Werken der Nationalgalerie, die über einen reichen Bestand aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen verfügt, wirft die Ausstellung damit einen neuen, durch den Surrealismus geschärften Blick auf das Phänomen der Neuen Sachlichkeit. Tatsächlich haben diese Anfang der 1920er Jahre fast zeitgleich in Frankreich und Deutschland entstandenen Kunstrichtungen mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten möchte. Beide Bewegungen sind in Reaktionen auf die historischen Avantgarden entstanden, die mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ausgedient hatten. Nunmehr ging es weniger um die Erkundung der eigenen Bildmittel, den individuellen künstlerischen Ausdruck oder Stil als vielmehr darum, zu einer neuen ganzheitlichen Weltsicht zu gelangen. Für die Surrealisten wie für die Künstler der Neuen Sachlichkeit trat die subjektive Sicht des Künstlers zugunsten einer „objektiven“ Betrachtungsweise zurück, in der sich die gesellschaftliche Realität gleichsam wie von selbst offenbarte – mit ihren neuzeitlichen Errungenschaften, aber auch mit ihren psychischen Abgründen.

Die Ausstellung präsentiert ein breites Spektrum von Künstlern der Neuen Sachlichkeit. Dazu gehören Berühmtheiten wie Otto Dix, Christian Schad und Alexander Kanoldt, aber auch weniger bekannte Maler wie Paula Lauenstein, Fritz Burmann oder Curt Querner.

Mehr Informationen über Dr. Kyllikki Zacharias und die Ausstellung „Surreale Sachlichkeit“:

http://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/sammlung-scharf-gerstenberg/ausstellungen/detail/surreale-sachlichkeit-werke-der-1920er-und-1930er-jahre-aus-der-nationalgalerie.html

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Der Literaturwissenschaftler und Galerist Prof. Dr. Friedrich Rothe wird mit uns im Rahmen des 52. Salons am Donnerstag, den 21. Juli 2016 über Harry Graf Kessler sprechen, dem er eine viel beachtete Biografie gewidmet hat (Siedler, 2008).

Schon lange fasziniert mich Harry Graf Kessler (1868-1937), dessen große Verdienste für die Entwicklung und Entfaltung der Moderne – insbesondere im Bereich der bildenden Kunst, beispielsweise als Mäzen für Henry van de Velde oder Edvard Munch – ich sehr zu schätzen weiß. Aber auch in der Rolle als „Menschensammler“ empfinde ich Harry Graf Kessler als sehr inspirierend: Mit ca. 12.000 Menschen stand er persönlich in Kontakt, dokumentiert in seinem Tagebuchwerk, das er mit 12 Jahren begann und 57 Jahre lang bis zum Ende seines Lebens führte.

Harry Graf Kesslers Wirken für unterschiedliche Kunstgattungen, sein international geführtes Leben und sein weitreichendes Netzwerk sind so vielseitig und komplex, dass diese Ankündigung nur einen kleinsten Einblick zu leisten vermag. Umso mehr freue ich mich auf unser Gespräch mit seinem Biografen Prof. Dr. Friedrich Rothe im Rahmen des 52. Salonabends, das uns einen umfassenderen Einblick in das spannende Leben Harry Graf Kesslers ermöglichen wird!

Zum Anlass genommen habe ich die aktuelle Ausstellung über Harry Graf Kessler im Liebermannhaus am Brandenburger Tor (noch bis zum 21. August 2016).

Mehr Informationen über Prof. Dr. Friedrich Rothe und Harry Graf Kessler:
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Rothe
http://www.zeit.de/2008/12/Der_moderne_Querkopf
https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Graf_Kessler

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Der Journalist und Autor Günther Wessel wird uns im Rahmen des 51. Salons am 29. Juni 2016 sein aktuelles Buch „Das schmutzige Geschäft mit der Antike. Der globale Handel mit illegalen Kulturgütern“ vorstellen (2015 im Ch. Links Verlag erschienen) und dieses hochaktuelle Thema mit uns diskutieren:

„Das Geschäft mit geraubten Kulturgütern boomt. Im Schatten der politischen Erschütterungen im Nahen Osten und in Nordafrika kommt es zu beispiellosen Plünderungen antiker Stätten. Gleichzeitig werden Kunstgegenstände als Geldanlage international immer gefragter. Auch Terrorgruppen wie der IS finanzieren sich wohl durch geraubte Kulturgüter. Weltweit wird – so vermuten es Strafverfolger – nur mit Drogen und Waffen mehr illegales Geld gemacht.“

Günther Wessel hat mit seinen gründlichen Recherchen einen wichtigen Beitrag zur Erhellung dieses „Dunkelfeldes“ geleistet, wie sich ein solches Feld der Kriminalität nennt, über das kein systematisches Wissen vorliegt: Die kritische und mutige Erforschung sämtlicher Perspektiven und entsprechenden Interessen (Archäologen, Raubgräber, Händler, Sammler, Museen etc.) ermöglicht einen umfassenden Einblick in dieses spannende wie erschreckende Feld.

Mehr Informationen über Günther Wessel und sein aktuelles Buch:
http://www.christoph-links-verlag.de/index.cfm?view=3&titel_nr=841
https://www.freischreiber.de/profiles/guenther-wessel/
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Wessel

 

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I cordially invite you to Al-Isnad, or Chains We Can Believe In, a lecture performance by Slavs and Tatars in the course of our 46th salon evening on Wednesday, 25th of November 2015:

Slavs and Tatars is a faction of polemics and intimacies devoted to an area east of the former Berlin Wall and west of the Great Wall of China known as Eurasia. The collective’s practice is based on three activities: exhibitions, books and lecture-performances.  Slavs and Tatars have published several books, including Mirrors for Princes (JRP|Ringier / NYU Abu Dhabi, 2015), Not Moscow Not Mecca (Revolver/Secession, 2012), Khhhhhhh (Mousse/Moravia Gallery, 2012), as well as their translation of the legendary Azeri satire Molla Nasreddin: the magazine that would’ve, could’ve, should’ve (JRP-Ringier, 2011).

Al Isnad
Al-Isnad or Chains We Can Believe In,
lecture-performance, 50 min, 2013.

Currently there are two Slavs and Tatars exhibitions in Berlin:

More information on Slavs and Tatars:
http://www.slavsandtatars.com/
http://www.preis2015.de/index.php?id=2062&L=1
https://karosalon.wordpress.com/referenten/

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