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Archive for the ‘Kulturgeschichte’ Category

Nachdem wir uns im Januar erstmals in München zu einem Salonabend zusammengefunden haben, wird mein Salon im Frühsommer erstmals in Hannover zu Gast sein: Heli Meisterson spricht im Rahmen unseres 88. Salons am 18. Mai 2019 über die Bedeutung von Kulturhauptstädten für ein vereintes Europa.

In Tagen des verzweifelten Ringens um einen wenigstens geordneten Brexit wird einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, sich die Errungenschaften eines vereinten und friedlichen Europas bewusst zu machen. Und die Bedeutung der Kultur in den Fokus zu nehmen, die Anlässe für grenzüberschreitende Begegnungen stiftet, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu vermitteln weiß und eine visionäre Kraft entfalten kann. Nimmt die Wichtigkeit von Kulturhauptstädten zu, um ein vereintes Europa zu stärken und dessen Vorzüge erlebbar zu machen?

Heli Meisterson wird uns zu dieser Frage aus ihrem reichen Erfahrungsschatz teilhaben lassen können. Sie hat die Stadt Tallinn 2011 in der Rolle der Kulturhauptstadt mit Blick auf die künstlerischen Projekte begleitet. Momentan berät sie die Stadt Hannover bei der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 mit dem Fokus auf den internationalen Netzwerkaufbau zum Themenbereich „Europäische Dimension“.

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Für die meisten wird es kein Geheimnis sein, dass ich guter Schokolade nicht widerstehen kann. Kurz nach meinem Umzug in den Berliner Bergmann-Kiez vor 15 Jahren entdeckte ich mit entsprechender Erleichterung das kleine feine Geschäft Docura unweit meiner Wohnung und freundete mich umgehend mit Marina Monteiro und Jascha Kappelmeyer an, mit denen das Gespräch über Schokolade ein ähnlicher Genuss ist, wie die Schokolade zu kosten.

Bei einer Schokoladen-Verkostung mit Marina Monteiro für Freunde entstand die Idee eines Salonabends über „Schokolade als Aphrodisiakum“. Und ich freue mich sehr, Sie und Euch zu unserem 86. Salon am Montag, den 18. März 2019 zu diesem Thema einzuladen:

Schokolade, ein sinnlicher Genuss. Schon die Azteken verehrten den Kakao als Frucht der Götter und als Kraftspender. Für uns ist sie häufig ein Geschenk der Liebe und auch ein Bestandteil der Eroberung und Verführung. Sogar eine aphrodisierende Wirkung wird Schokolade nachgesagt. Aber kann Kakao wirklich unsere Lust steigern?

Marina Monteiro, seit 2001 Fachhändlerin für Schokolade in Berlin und bekennende Chocoholic, wird uns etwas über die Geschichte der Schokolade und ihre Wirkung auf Lust und Liebe erzählen. Die gebürtige Brasilianerin wird uns ihre Lieblingssorten zum Probieren mitbringen und aus dem Nähkästchen der Schokoladengeschichte plaudern. 

www.docura-berlin.de

instagram: docura.schokolade

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Mein Salon wird dieses Jahr erstmals in München zu Gast sein: Der Musikreferent und Cembalist Rolf Basten referiert am Samstag, den 19. Januar 2019 im Rahmen des 84. Salonabends über das spannende Thema „Musik und Moral – ein „zertrennliches“ Verhältnis?“:

In seinen Briefen zur ästhetischen Erziehung des Menschen teilt Friedrich von Schiller seine Überzeugung mit, der Mensch könne durch die sinnliche Erfahrung von Kunst zum Besseren gewandelt werden. Dies wirft heutzutage natürlich Fragen auf. Wohnt der tönenden Kunst tatsächlich Moral inne? Kann Musik die Moral festigen oder gar schwächen? Kann bzw. soll man künstlerische Produkte von der Biographie und dem Charakter ihrer Schöpfer trennen? Warum reglementieren Diktaturen das Musikleben in ihren Herrschaftsräumen so drastisch?

In seinem Vortrag spürt Rolf Basten mit vielen Musikbeispielen diverser Epochen und Genres der tönenden Kunst zwischen Glaubensvermittlung, Agitation, Verführung und Geschwisterinzest nach.

Ich freue mich schon sehr auf den Abend in München mit Rolf Basten und Euch und eine neue Perspektive auf die Wirkungsmöglichkeiten der Musik.

Weitere Informationen über Rolf Basten:

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Im Rahmen des 80. Salon am Freitag, den 5. Oktober 2018 stellt die Berliner Schriftstellerin Unda Hörner Ihr brandaktuelles Buch „1919 – Das Jahr der Frauen“ vor (erschienen im August 2018 bei ebersbach & simon):

1919 erhalten Frauen in Deutschland erstmals das Wahlrecht und machen sich auf allen Gebieten daran, ihr Leben selbst zu gestalten: Mit Käthe Kollwitz wird erstmals eine Frau in die Akademie der Künste berufen, Maria Juchacz hält als erste eine Rede im Parlament, Frauen studieren am neuen Bauhaus in Weimar. Während in Berlin Rosa Luxemburg ihren Einsatz für die politische Neuordnung mit dem Leben bezahlt, widmet man sich in Paris der Wissenschaft und Kultur: Marie Curies Radiuminstitut öffnet seine Pforten, Sylvia Beach gründet Shakespeare & Company und Coco Chanel kreiert das unsterbliche Chanel No. 5.

Unda Hörner verwebt die Lebenswege und historischen Ereignisse zu einer atmosphärisch dichten Erzählung, eine faszinierende Zeitreise ins Jahr 1919, in dem auf einmal alles möglich schien für die Frauen.

Hoerner_1919_web

Weitere Informationen über Unda Hörner und ihr aktuelles Buch:

Unda Hörner

„1919 – Das Jahr der Frauen“

Beitrag über Unda Hörners aktuelles Buch im Deutschlandfunk Kultur

WDR3-Interview mit Unda Hörner zu ihrem aktuellen Buch

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Dr. Angelika Wesenberg führt uns im Rahmen unseres 77. Salons am 13. Juni 2018 durch die von ihr mitkonzipierte, von Birgit Verwiebe kuratierte Ausstellung „Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir“ in der Alten Nationalgalerie.

Wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denkt, der hat Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer“ von ca. 1817 vor Augen. Diese herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Hodler und Gauguin nachspürt.

Mit Rousseaus Parole „Zurück zur Natur!“ und Goethes Sturm und Drang-Dichtung wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Umbrüche seit der Französischen Revolution entwickelt sich in einer Gegenbewegung eine neue Form der entschleunigten Selbst- und Welterkenntnis, die bis heute nachwirkt.

Seit der Romantik erobern sich Künstler die Natur zu Fuß und unter neuen Aspekten. Dem Wandern wächst dabei in der Kunst die sinnbildliche Bedeutung der Lebensreise und der symbolischen Pilgerschaft zu. Die selbstbestimmte Fußreise eröffnet eine neue, intensive Art der Naturbegegnung und eine sinnliche wie auch körperliche Form der Weltaneignung.

Ich freue mich sehr, dass Angelika Wesenberg uns eine exklusive Führung außerhalb der regulären Öffnungszeiten in der Alten Nationalgalerie ermöglicht, so dass wir uns in Ruhe der Ausstellung zuwenden können.

Weitere Informationen über die Ausstellung:

Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir

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Unseren 73. Salon am Mittwoch, den 21. März 2018 werden Petra und Ralph-Robert Lichterfeld gestalten, die sich in Deutschland und Frankreich in großem Maße für die klassische Musik engagieren. Besonders am Herzen liegt ihnen die (Wieder-)Entdeckung von Werken in Vergessenheit geratener oder unterdrückter Komponisten, insbesondere soweit sie Opfer und offensichtliche Gegner von Regimen waren und sind, die Grundrechte systematisch verletz(t)en und verweiger(te)n. Ihr Projekt EchoSpore hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses Feld aufzuhellen und ein Biotop zu sein, in dem dieser wertvolle Teil der Musikkultur sich regenerieren, entfalten und ausreifen kann. Dazu gehört neben der gezielten Förderung von Aufführungen dieser Werke auch eine umfangreiche Datenbank zu den Komponisten und Komponistinnen und ihren Werken – ein wahrer Schatz für alle Liebhaber klassischer Musik.

Weitere Informationen über Petra und Ralph-Robert Lichterfelds Stiftung und Projekte:
Stiftung Lichterfeld
EchoSpore

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Die Künstlerin und Filmemacherin Renata Keller wird uns im Rahmen des 70. Salons am Mittwoch, den 22. November 2017 ihren Film „Warum Frauen Berge besteigen sollten“ als Reise durch das Leben und Werk von Dr. Gerda Lerner zeigen und mit uns über diese außergewöhnliche Frau sprechen:

Als bahnbrechende feministische Historikerin, Autorin und soziale Reformerin ist Gerda Lerner zweifellos eine der inspirierendsten Frauenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie emigrierte vor den Nazis in die USA, war frühzeitig in der Bürgerrechtsbewegung engagiert, schrieb 1972 die überfällige Studie „Schwarze Frauen im weißen Amerika“, im Jahr 1986 „Die Entstehung des Patriarchats“ und begründete so die Frauen-Geschichtsschreibung. Der Film wirft einen detaillierten Blick auf das persönliche, berufliche und politische Leben Gerda Lerners und geht der Frage nach: Wie kann uns das Wissen über unsere eigene Geschichte dazu inspirieren, eine bessere Zukunft zu gestalten? Ausgehend von den revolutionären Errungenschaften der Frauen im 20. Jahrhundert wirft der Film auch einen Blick in die Zukunft und geht der Frage nach: Wo stehen die Frauen heute? Und was ist der nächste Schritt?

Weitere Informationen über Renata Keller und ihren Film

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