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Archive for the ‘Lebenskunst’ Category

Cristian Dodita wird mit uns im Rahmen unseres 92. Salons am Freitag, den 6. September 2019 in Berlin über das Konzept der Bedarfswirtschaft diskutieren. Der Kerngedanke ist, im Einklang mit unserer Umwelt zu leben, indem wir nur das verbrauchen, was tatsächlich gebraucht wird.

Über die Folgen unseres auf Wachstum basierten Handelns wird viel diskutiert, und es gibt diverse Ideen und Ansätze, mit unseren Ressourcen in einer zukunftsträchtigeren Weise umzugehen. Cristian Dodita hat es gewagt, noch radikaler zu denken und das zugrunde liegende Prinzip der Art und Weise unseres Wirtschaftens in Frage zu stellen. Entstanden ist daraus sein Konzept zur Bedarfswirtschaft.

Er sieht es als unvermeidlich an, das Wirtschaften vom Zwang des Verkaufs zu befreien und (wieder) auf das Abdecken des tatsächlichen Bedarfs für das Leben zu konzentrieren, wenn wir auf einem gesunden Planeten in relativer Sicherheit überleben wollen. Das Recht zu leben sieht er als ein implizites Recht eines jeden Lebewesens und nicht als ein Recht, das sich ein Lebewesen „verdienen“ muss: „Das Leben bekommen wir geschenkt, und deswegen sollten auch wir uns in unserem Handeln auf das gegenseitige Schenken konzentrieren und miteinander und mit unserer Umwelt solidarisch und in Kooperation leben.“

Weitere Informationen zu Cristian Dodita und seinen Gedanken zur Bedarfswirtschaft:

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Für die meisten wird es kein Geheimnis sein, dass ich guter Schokolade nicht widerstehen kann. Kurz nach meinem Umzug in den Berliner Bergmann-Kiez vor 15 Jahren entdeckte ich mit entsprechender Erleichterung das kleine feine Geschäft Docura unweit meiner Wohnung und freundete mich umgehend mit Marina Monteiro und Jascha Kappelmeyer an, mit denen das Gespräch über Schokolade ein ähnlicher Genuss ist, wie die Schokolade zu kosten.

Bei einer Schokoladen-Verkostung mit Marina Monteiro für Freunde entstand die Idee eines Salonabends über „Schokolade als Aphrodisiakum“. Und ich freue mich sehr, Sie und Euch zu unserem 86. Salon am Montag, den 18. März 2019 zu diesem Thema einzuladen:

Schokolade, ein sinnlicher Genuss. Schon die Azteken verehrten den Kakao als Frucht der Götter und als Kraftspender. Für uns ist sie häufig ein Geschenk der Liebe und auch ein Bestandteil der Eroberung und Verführung. Sogar eine aphrodisierende Wirkung wird Schokolade nachgesagt. Aber kann Kakao wirklich unsere Lust steigern?

Marina Monteiro, seit 2001 Fachhändlerin für Schokolade in Berlin und bekennende Chocoholic, wird uns etwas über die Geschichte der Schokolade und ihre Wirkung auf Lust und Liebe erzählen. Die gebürtige Brasilianerin wird uns ihre Lieblingssorten zum Probieren mitbringen und aus dem Nähkästchen der Schokoladengeschichte plaudern. 

www.docura-berlin.de

instagram: docura.schokolade

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Dr. Angelika Wesenberg führt uns im Rahmen unseres 77. Salons am 13. Juni 2018 durch die von ihr mitkonzipierte, von Birgit Verwiebe kuratierte Ausstellung „Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir“ in der Alten Nationalgalerie.

Wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denkt, der hat Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer“ von ca. 1817 vor Augen. Diese herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Hodler und Gauguin nachspürt.

Mit Rousseaus Parole „Zurück zur Natur!“ und Goethes Sturm und Drang-Dichtung wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Umbrüche seit der Französischen Revolution entwickelt sich in einer Gegenbewegung eine neue Form der entschleunigten Selbst- und Welterkenntnis, die bis heute nachwirkt.

Seit der Romantik erobern sich Künstler die Natur zu Fuß und unter neuen Aspekten. Dem Wandern wächst dabei in der Kunst die sinnbildliche Bedeutung der Lebensreise und der symbolischen Pilgerschaft zu. Die selbstbestimmte Fußreise eröffnet eine neue, intensive Art der Naturbegegnung und eine sinnliche wie auch körperliche Form der Weltaneignung.

Ich freue mich sehr, dass Angelika Wesenberg uns eine exklusive Führung außerhalb der regulären Öffnungszeiten in der Alten Nationalgalerie ermöglicht, so dass wir uns in Ruhe der Ausstellung zuwenden können.

Weitere Informationen über die Ausstellung:

Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir

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Im Rahmen unseres 74. Salons am Donnerstag, den 26. April 2018 werden Petra Pinzler und Günther Wessel uns ihr brandneues Buch „Vier fürs Klima. Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben“ vorstellen (im März 2018 bei Droemer erschienen).
Der Ausgangspunkt: Die Pinzler/Wessels sind eine vierköpfige Familie: Günther (58), Petra (53), Jakob (16) und die heute 13-jährige Franziska. Sie essen gern abends gemeinsam (ja, tatsächlich!) und reden über den Tag, die Schule, das Leben. Eines Tages erzählt die zwölfjährige Tochter vom Klimabilanzrechner der Umweltorganisation WWF, der im Unterricht besprochen wurde. Familiäre Ökobilanz? Eigentlich ein Thema, über das die Familie alles zu wissen glaubt: Ja, das Klima ist bedroht. Die Eisschollen für die Eisbären werden immer kleiner. Die Temperaturen steigen. Aber es lebt sich eben doch ganz gut. Doch Jakob bohrt nach: „Ich will es genau wissen. Was könnten wir denn überhaupt tun, ohne dass es albern wird? So als Klimaretter?“

Das Projekt: Und damit war die Idee geboren: Die Familie entscheidet sich dazu, das Ganze fundiert anzugehen. Doch wo beginnt klimaneutrales Leben im Alltag und wo hört es auf? Ist der eingelagerte Bioapfel klimafreundlicher als der importierte Apfel aus Chile? Schwein oder Rind? Bahn oder Fernbus? Im Durchschnitt erzeugt jeder Bundesbürger mit seinem Lebensstil elf Tonnen CO2 pro Jahr. Ein klimaneutraler Wert ist jedoch schon mit der Erzeugung von über zwei Tonnen CO2 pro Nase und Jahr überschritten. Die Pinzler/Wessels beginnen ein Haushaltsbuch über ihren Konsum zu führen und gelangen schnell an den Punkt, an dem sie jene Lebensbereiche erkennen, in denen sie sich einbilden grün zu leben, aber in Wirklichkeit lächerlich wenig für ihren ökologischen Fußabdruck tun. Nach einem Jahr Selbstversuch kann die Familie klar sagen wann sie an ihre Grenzen stößt und inkonsequent ist, wo es leicht fällt, zu verzichten, wo schwer. Ihr anfänglicher Optimismus wird begleitet vom Zorn über das frühe Scheitern. Doch die Pinzler/Wessels geben nicht auf. 

Wie die CO2-Bilanz dieses Selbstversuchs ausgefallen ist, erfahrt Ihr beim Salonabend. Ich freue mich sehr darauf, von Petra und Günther für eine bessere persönliche CO2-Bilanz lernen zu können und mit Euch darüber zu diskutieren!

Weitere Informationen über Petra Pinzler, Günther Wessel und ihr aktuelles Buch:
Vier fürs Klima. Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben
Petra Pinzler
Günther Wessel

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Der ausgewiesene Goethe-Kenner Dr. Manfred Osten wird mit uns im Rahmen des 69. Salons am Sonntag, den 12. November 2017 über sein jüngstes Buch »Gedenke zu leben! Wage es, glücklich zu sein!« oder Goethe und das Glück sprechen.

Immer wieder bin ich fasziniert, wie weitsichtig Goethe Themen und Aspekte unserer Gegenwart antizipiert hat und wie aktuell seine Analysen und lebenspraktischen Anregungen für diese unruhigen Zeiten sind:

»Jeder Trost ist niederträchtig / Und Verzweiflung nur ist Pflicht« heißt es in einem Versentwurf zum »Faust«. Goethe selbst aber hat sich gegen Unglück und Verzweiflung zur Wehr gesetzt und im »Wilhelm Meister« dagegengehalten: »Gedenke zu leben! Wage es, glücklich zu sein!« Manfred Osten zeigt, wie Goethe sich zwischen diesen beiden extremen Polen bewegt hat, und wie er für sich Strategien und Wege fand, glücklich zu sein. Wer glücklich sein will, muss sich das erarbeiten, muss an sich arbeiten. Goethe nannte dies das »Übungsglück« der Mäßigung. Gleichzeitig beschreibt Osten, wie hellsichtig Goethe seine Zeit und die aufkommende Industrialisierung mit der sie begleitenden Beschleunigung allen Wirkens und Handelns als dem Glück entgegenstehend verstanden hat: »So wenig nun die Dampfwagen zu dämpfen sind, so wenig ist dies auch im Sittlichen möglich: die Lebhaftigkeit des Handels, das Durchrauschen des Papiergeldes, das Anschwellen der Schulden, um Schulden zu bezahlen, das alles sind die ungeheueren Elemente …« Geschrieben hat Goethe das 1825, aber es wird hier eine Brücke zu uns ins 21. Jahrhundert geschlagen, in dem sich scheinbar alles Glück und jedes Leben optimieren lässt.

Ich freue mich sehr darauf, von Manfred Osten im Rahmen des Salons mehr über Goethes Strategien zu erfahren, sich sein Glück zu erarbeiten – gerade in verzweifelten Zeiten.
Weitere Informationen über Manfred Osten und sein aktuelles Buch:

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Im Rahmen unseres 68. Salons am Montag, den 31. Juli 2017 wird Van Bo Le-Mentzel, der Kurator des Bauhaus Campus Berlin, mit uns im New Work Studio auf dem Bauhaus Campus diskutieren, wie wir zukünftig arbeiten und leben wollen vor dem Hintergrund knapper werdenden Wohnraums, steigender Mieten und offener Nachhaltigkeitsfragen.

Der Bauhaus Campus Berlin ist ein künstlerisches Experiment am Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung, Berlin, das neue Wege in der Bildungs- und Baukultur gehen will: Mit Blick auf den 100. Jahrestags der Bauhaus-Gründung im Jahr 2019 entwickelte die Tinyhouse University das Projekt Bauhaus Campus Berlin.

Seit März 2017 sind auf den Außenflächen des Museums Möglichkeitsräume für demokratische Utopien entstanden. Mit so genannten “tinyhouses” – 10 qm große Raumstrukturen auf Rädern – sollen Stadtstrukturen jenseits der Standards aufgebrochen werden, temporäre Dörfer und Städtebau ohne Genehmigungsschleifen erprobt werden. Auf dem Campus wird gemeinsam studiert, gebaut und über neue und gerechtere Formen des Miteinanders geforscht. Vorbild für dieses Experiment ist das Bauhaus als schulische Institution, in der vor 100 Jahren Bildung und Bauen neu gedacht wurde.

Weitere Informationen über Van Bo Le-Mentzel und den Bauhauscampus:

http://www.hartzivmoebel.de/

http://www.bauhauscampus.berlin/

http://www.tagesschau.de/inland/wohnraum-101.html

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Unverhofft ergibt sich gerade eine wunderbare Salon-Reihe rund um das Thema „Dialog“: Nachdem Carlos Fraenkel uns einen Einblick in seine Erkenntnisse zur Philosophie als „Werkzeugkasten“ für gelungene Gespräche – selbst bei scheinbar unüberbrückbaren Meinungsdifferenzen – gegeben haben wird, können wir von dem Philosophen, Phil.Cologne-Gründer und WDR-Journalisten Jürgen Wiebicke erfahren, was er aus Gesprächen mit verschiedensten Menschen während einer vierwöchigen Wanderung durch Nordrhein-Westfalen über den Zustand unseres Landes gelernt hat: Im Rahmen des 67. Salons am Mittwoch, den 19. Juli 2017 wird Jürgen Wiebicke mit uns über sein Buch „Zu Fuß durch ein nervöses Land. Auf der Suche nach dem, was uns zusammenhält“ sprechen (2016 erschienen bei Kiepenheuer & Witsch):

„Immer mehr Menschen spüren ein zunehmendes Unbehagen daran, dass an unserem derzeitigen individualistischen Lebensstil etwas grundsätzlich faul ist. Aber wie er zu ändern wäre, ist immer noch äußerst unklar. Gegen diese Lähmung im Denken und Handeln ist das Wandern seit jeher eine großartige Therapie. Daher ist Jürgen Wiebicke im Sommer vorletzten Jahres einfach losgelaufen, um etwas über den Zustand unserer Gesellschaft zu erfahren, über den Krisenmodus, in dem wir stecken – und um Menschen zu begegnen, die ganz konkret neue Formen des politischen Engagements erproben. Er traf Künstler, Millionäre und Sportler, sprach mit Leitern von Jugendhilfezentren und Flüchtlingsheimen, besuchte unter anderem ein Schützenfest, Yoga-Sitzungen im Klostergarten und einen Schlachthof. Er stellte fest: Nicht nur angesichts der Flüchtlinge wächst die Bereitschaft, sich um mehr als um den eigenen Vorgarten zu kümmern und sich für ein gelingendes Gemeinwesen einzusetzen.“

Weitere Informationen über Jürgen Wiebicke und sein aktuelles Buch:

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