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Archive for the ‘Literatur’ Category

Im Rahmen unseres 89. Salons am Dienstag, den 25. Juni 2019 in Berlin wird Olaf Georg Klein uns sein jüngstes Buch über das Tagebuchschreiben vorstellen wird (2018 erschienen bei Wagenbach).

Nachdem ich durch Olaf Georg Kleins Buch „Zeit als Lebenskunst“ viele Erkenntnisse gewonnen habe, welches Verhältnis wir zu dem Phänomen Zeit haben, woran es sich sprachlich festmachen lässt und wie ein bewusstes Nachdenken darüber eine andere Haltung ermöglicht, liest sich sein neustes Buch zu meiner Freude wie eine Fortsetzung, da die Zeit eine so wichtige Dimension des Tagebuchschreibens ist. Wie bereits in seinem Buch über Zeit nähert sich Olaf Georg Klein dem Thema in seiner ganzen Vielschichtigkeit: 

Welche Bedeutung kann das Tagebuchschreiben für die Selbstwerdung entwickeln? Für das Finden der richtigen Balance aus Teilhabe an der äußeren Welt und Zeit für reflektierendes Innehalten?

Wer schreibt Tagebuch, in welchem Lebensalter, in welcher Form, und wie fängt man damit an? Schreibt man besser mit dem Stift oder am Computer, spontan oder bedacht, täglich oder nur gelegentlich, auf Reisen oder auch im Alltag, in kurzen Stichworten oder langen Sätzen? Darf man Tagebuchnotizen korrigieren? Sind sie dann noch authentisch? Und überhaupt: Wer sollte sie lesen? Wie gingen die berühmten Tagebuchschreiber der Geschichte mit ihren Aufzeichnungen um?

Inspirierende finde ich Olaf Georg Kleins Haltung, dass Tagebuchschreiben mehr Zeit schenkt als verbraucht – und dass das Schreiben das Leben vervielfacht. Er zeigt die Möglichkeiten, mittels des Tagebuchs die Erinnerung zu schärfen, konkreter zu denken, intensiver zu fühlen und zu leben.

Weitere Informationen Olaf Georg Klein und sein Buch „Tagebuchschreiben“:

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Der Salonabend mit Heli Meisterson muss aus familiären Gründen leider verschoben werden. Aber wunderbarer Weise wird unsere hannoversche Gastgeberin Martina Trauschke den Abend gestalten und uns eine ihrer jüngsten literarischen Entdeckungen vorstellen:

Die Lektüre des im deutschsprachigen Kontexts nahezu unbekannten Romans der Dichterin Elizabeth Barrett Browning (1806-1861) ‚Aurora Leigh‘ ist eine herrliche Überraschung. Ein Vers-Roman, der die Entwicklung und das Werden einer Künstlerin in der Mitte des 19. Jahrhunderts erzählt. Wie findet ein Mensch seinen Weg, der nicht vorgezeichnet ist, sondern in jedem Schritt erfunden werden muss? In den Künstlerinnen-Bildungsroman sind einige biographische Züge ihres eigenen Lebens eingeflossen, das eine der spektakulärsten Dichterlieben umfasst. Im Roman und im Leben ist das innere Drama einer jungen Frau wahrzunehmen, die aus dem Unvorhergesehen heraus ihrer Leidenschaft im schönsten Wechselgeschehen mit ihrem unbestechlichen Wahrnehmungsvermögen folgt.

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Im Rahmen unseres 83. Salons am Freitag, den 14. Dezember 2018 werden uns Moses März und Philipp Meyer einen Blick hinter die Kulissen ihrer frisch gegründeten Literaturzeitschrift „Mittel & Zweck“ (MUZ) werfen lassen und werden uns ihr engagiertes literarisches Projekt vorstellen:

MUZ-Titel

Die erste Ausgabe von Mittel & Zweck „MUZ1: Berlin – Kapstadt“ lässt Relationen entstehen, wo sonst keine Verbindungen gesehen werden: zwischen der Berliner Sonnenallee und der Kapstädter Hatfield Street, zwischen Theologie und Tanz, zwischen dem amerikanischen Hip Hop Musiker Mos Def/Yasiin Bey und dem Hamburger Rapper Bonez MC, zwischen einer missglückten Liebesgeschichte und der Beschreibung des Alltags im Goethe-Institut der Elfenbeinküste.

MUZ1 interessiert sich dabei für verschiedene Wege zur Sprache: Vom Fotokopieren, über das Transkribieren zum Zitieren, vom Durchstreichen zum Postkartenschreiben, vom Schreibmaschinenschreiben zur eigenen Handschrift. MUZ beruft sich dabei auf Walter Benjamins Essay „Zur Kritik der Gewalt“ und nimmt sich vor, Inhalte und Formen, Mittel und Zwecke nicht länger voneinander zu trennen. Sie versucht dabei eine eigene Sprache zu finden für die Themenfelder unserer Zeit und berührt dabei Fragen aus Politik, Musik, Sport und Religion.

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Fotos: Mittel & Zweck Literaturzeitschrift

Weitere Informationen über die Literaturzeitschrift „Mittel & Zweck“ von Moses März und Philipp Meyer:

Mittel & Zweck Webseite

Mittel & Zweck bei Facebook

 

 

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Deborah Feldman wird im Rahmen unseres 72. Salons am Mittwoch, den 10. Januar 2018 mit uns zunächst über ihre weltweit beachtete autobiographische Erzählung „Unorthodox“ sprechen, die ihre Emanzipation aus einer chassidischen Gemeinde in Williamsburg (New York) auf sehr lebendige Weise nachzeichnet und schlagartig ein spektakulärer New-York-Times-Bestseller wurde. Ausführlicher vorstellen wird sie uns ihr jüngstes Werk „Überbitten“, in dem sie ihre Reise durch Europa auf den Spuren ihrer geliebten Großmutter schildert. Eine Reise, die nach einer Ambivalenz aus Ängsten, Vorurteilen, aber auch großer Offenheit und Neugierde in der Gegenwart im Berliner Bergmann-Kiez mündet, wo sich Autorin und Salonière dank ihres gemeinsamen Buchhändlers Lutz kennenlernten.

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Im Rahmen unseres 55. Salons am Samstag, den 15. Oktober 2016 wird meine Buchhändlerin Laura Rupp wird mit uns über den stationären Buchhandel in der Krise und Strategien gegen die Marktdominanz von Amazon diskutieren.

In ihrem Vortrag setzt sich Laura Rupp nicht nur kritisch mit der Expansions-Strategie von Amazon und den eklatanten Auswirkungen für die gesamte Literaturbranche auseinander, sondern entwickelt innovative Ansätze für die Buchbranche im Sinne des Erhalts eines lebendigen Literaturbetriebs, wie ihn die meisten von uns zu schätzen wissen.

Damit setzt Laura Rupp unsere kleine Salon-Reihe rund um die Fragestellung, wie wir zukünftig leben wollen vor dem Hintergrund fundamentaler Veränderungen durch Globalisierung, Digitalisierung etc. fort.

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Der Literaturwissenschaftler und Galerist Prof. Dr. Friedrich Rothe wird mit uns im Rahmen des 52. Salons am Donnerstag, den 21. Juli 2016 über Harry Graf Kessler sprechen, dem er eine viel beachtete Biografie gewidmet hat (Siedler, 2008).

Schon lange fasziniert mich Harry Graf Kessler (1868-1937), dessen große Verdienste für die Entwicklung und Entfaltung der Moderne – insbesondere im Bereich der bildenden Kunst, beispielsweise als Mäzen für Henry van de Velde oder Edvard Munch – ich sehr zu schätzen weiß. Aber auch in der Rolle als „Menschensammler“ empfinde ich Harry Graf Kessler als sehr inspirierend: Mit ca. 12.000 Menschen stand er persönlich in Kontakt, dokumentiert in seinem Tagebuchwerk, das er mit 12 Jahren begann und 57 Jahre lang bis zum Ende seines Lebens führte.

Harry Graf Kesslers Wirken für unterschiedliche Kunstgattungen, sein international geführtes Leben und sein weitreichendes Netzwerk sind so vielseitig und komplex, dass diese Ankündigung nur einen kleinsten Einblick zu leisten vermag. Umso mehr freue ich mich auf unser Gespräch mit seinem Biografen Prof. Dr. Friedrich Rothe im Rahmen des 52. Salonabends, das uns einen umfassenderen Einblick in das spannende Leben Harry Graf Kesslers ermöglichen wird!

Zum Anlass genommen habe ich die aktuelle Ausstellung über Harry Graf Kessler im Liebermannhaus am Brandenburger Tor (noch bis zum 21. August 2016).

Mehr Informationen über Prof. Dr. Friedrich Rothe und Harry Graf Kessler:
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Rothe
http://www.zeit.de/2008/12/Der_moderne_Querkopf
https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Graf_Kessler

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Im Rahmen des 45. Salonabends am Dienstag, den 10. November 2015 wird der Literaturwissenschaftler Reiner Stach uns zu meiner großen Freude seine dreibändige Kafka-Biographie vorstellen, die er im vergangenen Jahr mit dem dritten Band über Kafkas frühe Jahre abgeschlossen hat.

18 Jahre lang hat Reiner Stach an dieser faszinierenden Biographie gearbeitet, die schon heute den Ruf eines internationalen Standardwerks genießt und vieles in sich vereint: Eine sehr präzise und einfühlsame Studie eines außergewöhnlichen Menschen, eine lebendige und zugleich lehrreich detaillierte Zeit- und Kulturgeschichte und nicht zuletzt selbst ein literarisches Meisterwerk.

Weitere Informationen zu Reiner Stach und seiner Kafka-Biographie finden sich hier:
http://www.reinerstach.de/kafka-biographie
https://karosalon.wordpress.com/referenten/
http://www.fischerverlage.de/autor/Reiner_Stach/5263

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