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Archive for the ‘Menschenwürde’ Category

Cristian Dodita wird mit uns im Rahmen unseres 92. Salons am Freitag, den 6. September 2019 in Berlin über das Konzept der Bedarfswirtschaft diskutieren. Der Kerngedanke ist, im Einklang mit unserer Umwelt zu leben, indem wir nur das verbrauchen, was tatsächlich gebraucht wird.

Über die Folgen unseres auf Wachstum basierten Handelns wird viel diskutiert, und es gibt diverse Ideen und Ansätze, mit unseren Ressourcen in einer zukunftsträchtigeren Weise umzugehen. Cristian Dodita hat es gewagt, noch radikaler zu denken und das zugrunde liegende Prinzip der Art und Weise unseres Wirtschaftens in Frage zu stellen. Entstanden ist daraus sein Konzept zur Bedarfswirtschaft.

Er sieht es als unvermeidlich an, das Wirtschaften vom Zwang des Verkaufs zu befreien und (wieder) auf das Abdecken des tatsächlichen Bedarfs für das Leben zu konzentrieren, wenn wir auf einem gesunden Planeten in relativer Sicherheit überleben wollen. Das Recht zu leben sieht er als ein implizites Recht eines jeden Lebewesens und nicht als ein Recht, das sich ein Lebewesen „verdienen“ muss: „Das Leben bekommen wir geschenkt, und deswegen sollten auch wir uns in unserem Handeln auf das gegenseitige Schenken konzentrieren und miteinander und mit unserer Umwelt solidarisch und in Kooperation leben.“

Weitere Informationen zu Cristian Dodita und seinen Gedanken zur Bedarfswirtschaft:

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Die Menschenrechtsanwältin Dr. Miriam Saage-Maaß wird ihr gemeinsam mit Wolfgang Kaleck verfasstes Buch „Unternehmen vor Gericht. Globale Kämpfe für Menschenrechte“ (Verlag Klaus Wagenbach, 2016) im Rahmen unseres 57. Salonabends am Montag, den 21. November 2016 vorstellen:

Im September 2012 starben bei einem Brand in einer Textilfabrik im pakistanischen Karachi 260 Arbeiterinnen und Arbeiter. Dieser spektakuläre Fall ist nur ein Beispiel von unzähligen – täglich werden Menschen und natürliche Ressourcen durch Unternehmen auf der ganzen Welt ausgebeutet, oft mit tödlichen Konsequenzen. Dieses Mal verstummt der Aufschrei nicht. Die Betroffenen wehren sich dagegen, dass westliche Unternehmen von den billigen Arbeitskräften in Südasien profitieren, aber keinerlei Sorge für deren Sicherheit tragen. Sie verklagen den deutschen Bekleidungsdiscounter KiK und werden dabei von den Berliner Menschenrechtsanwälten Dr. Miriam Saage-Maaß und Wolfgang Kaleck unterstützt: Sie wollen, dass transnationale Firmen für die Arbeitsbedingungen in ihren Tochter- und Zulieferbetrieben im Ausland verantwortlich gemacht werden können.“

Anhand konkreter Fälle des Autorenduos – neben KiK auch gegen Pharmafirmen, gegen Nestlé, die Danzer Group und das Ingenieurunternehmen Lahmeyer – wird uns Miriam Saage-Maaß die Arbeit ihrer Menschenrechtsorganisation ECCHR vorstellen, ihre Hoffnungen, Niederlagen, Erfolge und vor allem, was jeder vom Widerstand im globalen Süden lernen kann: Neben den juristischen Mitteln zwingen Boykotte, Streiks und Proteste die Firmen endlich zum Umdenken.

Ich freue mich wirkliche sehr über die Möglichkeit, mit Miriam Saage-Maaß über ihre wichtige Arbeit im Salon sprechen zu können und damit auch einen inhaltlichen Bogen zu unserem Salon mit Valentin Beck schlagen zu können, der mit uns im August aus philosophischer Perspektive darüber diskutiert hat, was wir Menschen in Armut in anderen Teilen der Welt schulden.

Mehr Informationen über Miriam Saage-Maaß und ihr Buch:
https://www.ecchr.eu/de/ueber_ecchr/mitarbeiter-innen.html
https://www.wagenbach.de/autoren/autor/610-miriam-saage-maass.html
https://karosalon.wordpress.com/referenten/

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