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Archive for the ‘Musik’ Category

Meine Salonièren-Kollegin Louisa Bolm und ich freuen uns sehr, eine gemeinsame Salon-Exkursion in die Hansestädte Lübeck und Rostock zu veranstalten:

Am Pfingstsamstag, den 8. Juni 2019 haben wir die Gelegenheit, die Lübeck-Oper „Tausend Jahre und 1 Tag“ der Komponistin Gabriele Pott zu erleben und uns nach der Vorstellung mit ihr hinter den Kulissen darüber auszutauschen.
Am nächsten Tag empfängt uns die Kunsthistorikerin Elke Neumann in der Kunsthalle Rostock und führt uns durch die von ihr kuratierte Ausstellung „Palast der Republik. Inspiration, Utopie, Politikum“.

Die Lübeck-Oper von Gabriele Pott ist 2018 als Auftragswerk zum Stadtjubiläum uraufgeführt worden. Über die Geschichte Lübecks wird ein großer Bogen von der Gründung bis zum Jahr 2143 gespannt. Jo und Nick erleben die Geschichte in einer Zeitreise und versuchen gemeinsam, die Stadt Lübeck vor dem Untergang zu retten. Dabei stoßen sie auf viele geschichtliche Figuren und Mythen aus der Vergangenheit. Mit modernen Mitteln des Musikdramas entsteht eine berührende Freundschaftsgeschichte und thematisiert nebenbei viele Probleme früherer und heutiger Generation.

Auch in Rostock werden wir die Gelegenheit haben, eine Zeitreise zu unternehmen und die Bedeutung historischer Entwicklungen für die Zukunft auszuloten: Die von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellung „Palast der Republik. Utopie, Inspiration, Politikum“ zeigt Ausstattungsstücke und Kunstwerke, die sich mit diesem kontrovers diskutierten Gebäude auseinandersetzen. Sie lädt dazu ein, sich zu erinnern oder den Palast der Republik und seine vielfältigen Facetten ganz neu zu entdecken.

Der Palast der Republik als Regierungsgebäude der DDR mit dem Saal der Volkskammer war zugleich ein zentrales Kulturhaus in der Mitte der Hauptstadt. Tägliche Veranstaltungen im Großen Saal, den Restaurants, der Disko im Jugendtreff, dem Theater und dem Spreebowling verliehen dem Ostberliner Nachtleben einen besonderen Glanz. Die Kunst und das Design, die den Palast zum Strahlen brachten, werden durch die Blicke vieler Künstler auf den Palast der Republik erweitert und zeigen ihn als Inspirationsquelle bis in die Gegenwart.

Das Jahr der Eröffnung des Humboldt-Forums scheint ein idealer Moment zu sein, sich der Geschichte dieses Orts zu erinnern.

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Mein Salon wird dieses Jahr erstmals in München zu Gast sein: Der Musikreferent und Cembalist Rolf Basten referiert am Samstag, den 19. Januar 2019 im Rahmen des 84. Salonabends über das spannende Thema „Musik und Moral – ein „zertrennliches“ Verhältnis?“:

In seinen Briefen zur ästhetischen Erziehung des Menschen teilt Friedrich von Schiller seine Überzeugung mit, der Mensch könne durch die sinnliche Erfahrung von Kunst zum Besseren gewandelt werden. Dies wirft heutzutage natürlich Fragen auf. Wohnt der tönenden Kunst tatsächlich Moral inne? Kann Musik die Moral festigen oder gar schwächen? Kann bzw. soll man künstlerische Produkte von der Biographie und dem Charakter ihrer Schöpfer trennen? Warum reglementieren Diktaturen das Musikleben in ihren Herrschaftsräumen so drastisch?

In seinem Vortrag spürt Rolf Basten mit vielen Musikbeispielen diverser Epochen und Genres der tönenden Kunst zwischen Glaubensvermittlung, Agitation, Verführung und Geschwisterinzest nach.

Ich freue mich schon sehr auf den Abend in München mit Rolf Basten und Euch und eine neue Perspektive auf die Wirkungsmöglichkeiten der Musik.

Weitere Informationen über Rolf Basten:

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Unseren 73. Salon am Mittwoch, den 21. März 2018 werden Petra und Ralph-Robert Lichterfeld gestalten, die sich in Deutschland und Frankreich in großem Maße für die klassische Musik engagieren. Besonders am Herzen liegt ihnen die (Wieder-)Entdeckung von Werken in Vergessenheit geratener oder unterdrückter Komponisten, insbesondere soweit sie Opfer und offensichtliche Gegner von Regimen waren und sind, die Grundrechte systematisch verletz(t)en und verweiger(te)n. Ihr Projekt EchoSpore hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses Feld aufzuhellen und ein Biotop zu sein, in dem dieser wertvolle Teil der Musikkultur sich regenerieren, entfalten und ausreifen kann. Dazu gehört neben der gezielten Förderung von Aufführungen dieser Werke auch eine umfangreiche Datenbank zu den Komponisten und Komponistinnen und ihren Werken – ein wahrer Schatz für alle Liebhaber klassischer Musik.

Weitere Informationen über Petra und Ralph-Robert Lichterfelds Stiftung und Projekte:
Stiftung Lichterfeld
EchoSpore

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Der Kunsthistoriker Jan Maruhn wird uns im Rahmen des 20. Salons am Mittwoch, den 17. April 2013 den Blick für „Modernes vor der Moderne“ öffnen: Weit vor der Zeit der klassischen Moderne gibt es bereits Vorboten dieser Welt. In der Renaissance, im Barock und auch im 19. Jahrhundert finden sich im Detail wie auch in Konzeptionen und Großformen in Architektur, Bildhauerei und in de Malkunst Zeugnisse von Frühdenkern unserer Welt, die die klassische Moderne in genialer Weise antizipiert haben.

In Jan Maruhns Seminaren zur Architekturgeschichte, die ich in den vergangenen Jahren an der FU Berlin besucht habe, war ich zunächst immer wieder irritiert, wenn er auf Zeichen der Moderne in der Architektur vergangener Jahrhunderte aufmerksam machte. Der Hinweis auf den frappierend modernen Grundriss eines Platzes in Paris aus dem Barock gab mir den Impuls, Jan zu fragen, ob er sich einen Salonabend zu den Vorboten der Moderne vorstellen kann. Und ich freue mich wirklich sehr, dass Jan Maruhn auf diese Idee eingegangen ist und ich meine Erkenntnisse nun im Rahmen eines Salonabends mit Euch teilen kann.

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Am 10. Juli 2012 wird uns der Politikwissenschaftler und Mitbegründer der deutschen Friedensforschung Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff anhand zeitgeschichtlich bedeutsamer autobiographischer „Lebensfäden“ (Verlag Graswurzelrevolution, 2012) Einblick in seine äußerst vielseitige Biographie geben und seine Perspektive auf Meilensteine des 20. und frühen 21. Jahrhunderts mit uns teilen: Den als Kind miterlebten zweiten Weltkrieg, die Studentenproteste der 1960er Jahre, die Entstehung der Friedensbewegung, um nur eine Auswahl zu nennen. Aber auch sein von Jugend an intensives Interesse für Musik und Theater sowie für Goethe und Shakespeare prägt seine Biographie und wird im Salon sicherlich viele Anknüpfpunkte für Gespräche und Austausch bieten.

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An meinem zweiten Salonabend am Freitag, den 11. Februar 2011 wird Gitarrist Falk Zenker uns mit auf seine „Gedankenreise“ nehmen. Sein selbstvergessenes Spiel mit Gitarre, Kalimba, Klangschalen und Zither, mit Händen und Füßen, mit Herz und Geist belebt die Sinne, weckt die Vorstellungskraft und lädt zum Denken ein.

Eins meiner Salonanliegen ist es, den Geist rege zu halten. Was wir dazu brauchen, sind gedankliche Impulse. Aber Musik darf nicht fehlen, ist eine so wichtige Quelle. Falks musikalische „Gedankenreise“ ist für mein Anliegen wie geschaffen.

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