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Archive for the ‘Nachhaltigkeit’ Category

Im Rahmen unseres 74. Salons am Donnerstag, den 26. April 2018 werden Petra Pinzler und Günther Wessel uns ihr brandneues Buch „Vier fürs Klima. Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben“ vorstellen (im März 2018 bei Droemer erschienen).
Der Ausgangspunkt: Die Pinzler/Wessels sind eine vierköpfige Familie: Günther (58), Petra (53), Jakob (16) und die heute 13-jährige Franziska. Sie essen gern abends gemeinsam (ja, tatsächlich!) und reden über den Tag, die Schule, das Leben. Eines Tages erzählt die zwölfjährige Tochter vom Klimabilanzrechner der Umweltorganisation WWF, der im Unterricht besprochen wurde. Familiäre Ökobilanz? Eigentlich ein Thema, über das die Familie alles zu wissen glaubt: Ja, das Klima ist bedroht. Die Eisschollen für die Eisbären werden immer kleiner. Die Temperaturen steigen. Aber es lebt sich eben doch ganz gut. Doch Jakob bohrt nach: „Ich will es genau wissen. Was könnten wir denn überhaupt tun, ohne dass es albern wird? So als Klimaretter?“

Das Projekt: Und damit war die Idee geboren: Die Familie entscheidet sich dazu, das Ganze fundiert anzugehen. Doch wo beginnt klimaneutrales Leben im Alltag und wo hört es auf? Ist der eingelagerte Bioapfel klimafreundlicher als der importierte Apfel aus Chile? Schwein oder Rind? Bahn oder Fernbus? Im Durchschnitt erzeugt jeder Bundesbürger mit seinem Lebensstil elf Tonnen CO2 pro Jahr. Ein klimaneutraler Wert ist jedoch schon mit der Erzeugung von über zwei Tonnen CO2 pro Nase und Jahr überschritten. Die Pinzler/Wessels beginnen ein Haushaltsbuch über ihren Konsum zu führen und gelangen schnell an den Punkt, an dem sie jene Lebensbereiche erkennen, in denen sie sich einbilden grün zu leben, aber in Wirklichkeit lächerlich wenig für ihren ökologischen Fußabdruck tun. Nach einem Jahr Selbstversuch kann die Familie klar sagen wann sie an ihre Grenzen stößt und inkonsequent ist, wo es leicht fällt, zu verzichten, wo schwer. Ihr anfänglicher Optimismus wird begleitet vom Zorn über das frühe Scheitern. Doch die Pinzler/Wessels geben nicht auf. 

Wie die CO2-Bilanz dieses Selbstversuchs ausgefallen ist, erfahrt Ihr beim Salonabend. Ich freue mich sehr darauf, von Petra und Günther für eine bessere persönliche CO2-Bilanz lernen zu können und mit Euch darüber zu diskutieren!

Weitere Informationen über Petra Pinzler, Günther Wessel und ihr aktuelles Buch:
Vier fürs Klima. Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben
Petra Pinzler
Günther Wessel

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Im Rahmen unseres 68. Salons am Montag, den 31. Juli 2017 wird Van Bo Le-Mentzel, der Kurator des Bauhaus Campus Berlin, mit uns im New Work Studio auf dem Bauhaus Campus diskutieren, wie wir zukünftig arbeiten und leben wollen vor dem Hintergrund knapper werdenden Wohnraums, steigender Mieten und offener Nachhaltigkeitsfragen.

Der Bauhaus Campus Berlin ist ein künstlerisches Experiment am Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung, Berlin, das neue Wege in der Bildungs- und Baukultur gehen will: Mit Blick auf den 100. Jahrestags der Bauhaus-Gründung im Jahr 2019 entwickelte die Tinyhouse University das Projekt Bauhaus Campus Berlin.

Seit März 2017 sind auf den Außenflächen des Museums Möglichkeitsräume für demokratische Utopien entstanden. Mit so genannten “tinyhouses” – 10 qm große Raumstrukturen auf Rädern – sollen Stadtstrukturen jenseits der Standards aufgebrochen werden, temporäre Dörfer und Städtebau ohne Genehmigungsschleifen erprobt werden. Auf dem Campus wird gemeinsam studiert, gebaut und über neue und gerechtere Formen des Miteinanders geforscht. Vorbild für dieses Experiment ist das Bauhaus als schulische Institution, in der vor 100 Jahren Bildung und Bauen neu gedacht wurde.

Weitere Informationen über Van Bo Le-Mentzel und den Bauhauscampus:
http://www.hartzivmoebel.de/
http://www.bauhauscampus.berlin/
http://www.tagesschau.de/inland/wohnraum-101.html

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Unsere Reihe zu der Fragestellung, wie wir zukünftig leben wollen vor dem Hintergrund von Globalisierung, Digitalisierung und weiterer Faktoren werden wir auch im neuen Jahr fortsetzen. Im Rahmen des 60. Salons am 30. Januar 2017 haben wir die Gelegenheit, den Fokus dieser Fragestellung auch auf andere Spezies zu erweitern und mit der Philosophin Dr. Friederike Schmitz über „Tierethik“ zu diskutieren.

Friederike Schmitz hat in theoretischer Philosophie promoviert und einen Sammelband zum Thema „Tierethik“ herausgegeben, der 2014 im Suhrkamp Verlag erschienen ist und wichtige Positionen der neueren tierethischen Debatte – teilweise erstmals in deutscher Sprache – versammelt, z.B. von Martha Nussbaum, Christine Korsgaard und Peter Singer.

Im Kern beschäftigt sich Friederike Schmitz mit der grundlegenden ethischen Frage „Sollten nicht-menschliche Tiere von Menschen unter Missachtung ihrer eigenen Interessen benutzt werden? Wieso sollten nicht-menschliche Tiere weniger Rücksicht verdienen als Menschen?“ Sie belässt es nicht bei theoretischen Fragestellungen, sondern setzt sich auch damit auseinander, wie sich das Mensch-Tier-Verhältnis praktisch – gesellschaftlich und politisch – verändern lässt.

Ich freue mich auf die Salon-Diskussion zu dieser tiefgreifenden Fragestellung!

Mehr Informationen über Friederike Schmitz:

https://friederikeschmitz.de/

http://www.suhrkamp.de/buecher/tierethik-_29682.html

http://pdf.zeit.de/2014/21/tierrechte-nutztiere-fleisch-essen.pdf

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Im Rahmen unseres 58. Salons am Freitag, den 9. Dezember 2016 wird Prof. Dr. Brigitte Spieß mit uns anhand ihres im November erscheinenden Buchs über „Neue Arbeits- und Führungswelten – Perspektivwechsel in Zeiten von Nachhaltigkeit und Digitalisierung“ sprechen und diskutieren (erscheint Mitte November 2016 in Co-Autorschaft mit Nicole Fabisch bei Springer).

Brigitte Spieß wird damit unsere Salon-Reihe zu der Fragestellung fortsetzen, wie wir zukünftig leben wollen, und anhand von inspirierenden Beispielen aus Praxis und Wissenschaft zeigen, wie ein Paradigmenwechsel hin zu einer neuen werteorientierten Arbeits- und Wirtschaftswelt sowie einer echten Nachhaltigkeitskultur gelingen kann. Denn die fortschreitende Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung werden die Arbeitskultur grundlegend verändern. Und auch der Wunsch nach sinnvoller Arbeit sowie die Notwendigkeit generationenübergreifender und interkultureller Zusammenarbeit stellen Führungskräfte in diesen Tagen vor neue Aufgaben.

Innerhalb dieses weiten Felds wird Brigitte Spieß im Rahmen ihres Vortrags einen Fokus darauf legen, wie Menschen ihre Potenziale in ihrer Rolle als Mitarbeiter/innen  in Institutionen und Unternehmen ideal entfalten können.

Mehr Informationen über Prof. Dr. Brigitte Spieß und ihr aktuelles Buch:

http://www.ebc-hochschule.de/fileadmin/EBC_Daten/Professoren/Vita/vita-ebc-hochschule-spiess-brigitte.pdf

http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-50531-1

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Der Philosoph Valentin Beck wird uns seine in diesen Tagen bei Suhrkamp erschienene Dissertation „Eine Theorie der globalen Verantwortung – Was wir Menschen in extremer Armut schulden“ im Rahmen des 53. Salons am Dienstag, den 30. August 2016 vorstellen und mit uns diskutieren.

Valentin Beck setzt sich differenziert mit dem moralischen Verhältnis der Bewohner wohlhabender Länder zu Menschen in ärmeren Gesellschaften auseinander. Denn wir haben es in Zeiten der Globalisierung mit weitreichenden ökonomischen und ökologischen Wechselwirkungen zu tun, die auch normativ interpretiert werden müssen. Er wirft die drängende Frage auf, was Bürgerinnen und Bürger wohlhabender Länder extrem armen Menschen moralisch schulden. Denn auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts lebt ein großer Teil der Menschheit in bitterer Armut. Wir müssen mit Blick auf den politischen und individuellen Umgang mit der Weltarmut umdenken, so lautet die zentrale Forderung seiner Studie.

Ich freue mich sehr darauf, über dieses hochrelevante Thema mit Valentin Beck und Euch im Rahmen des 53. Salonabends sprechen zu können.

Mehr Informationen über Valentin Beck und seine Forschung:
http://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we01/institut/mitarbeiter/wimi/beck/index.html
http://www.suhrkamp.de/buecher/eine_theorie_der_globalen_verantwortung-valentin_beck_29773.html

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Georg Schweisfurth – Gründer der Bio-Supermarkt kette ‚basic‘, des Bio-Hotels Gut Sonnenhausen und Mitglied des Greenpeace Deutschland-Aufsichtsrats – wird uns am 23. Mai 2016 im Rahmen des 49. Salons von seinem spannenden Lebensweg als Öko-Pionier berichten und einige seiner aktuellsten Projekte vorstellen, z.B. LOKAL – das Kochexperiment.

Der Name Schweisfurth steht seit den 1980er Jahren für ökologische Pionierarbeit in Deutschland. Der Vater Karl Ludwig Schweisfurth leitete einst Herta, den größten fleischverarbeitenden Konzern Europas, durch den wöchentlich 25.000 Schweine und 5.000 Rinder geschlachtet, in Folie verpackt und nach ganz Europa verkauft wurden. Das wachsende Unbehagen mit Blick auf die Massentierhaltung führte schlussendlich zu einer Kehrtwende von der „falschen Landwirtschaft“ zur ökologischen Landwirtschaft – und das bereits zu einem Zeitpunkt, als es für einen solchen Schritt nur wenige Vorbilder gab.

Mehr Informationen über Georg Schweisfurth:
https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schweisfurth
https://de-de.facebook.com/people/Georg-Schweisfurth/100009519616909
http://www.dtv.de/georg_schweisfurth_bewusst_anders_1500.html
https://karosalon.wordpress.com/referenten/

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