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Archive for the ‘Wirtschaft’ Category

Extra für uns kommen die Schüler_innen Sophia Marie Pott, Johannes Brütt, Jonah Sewing und Philipp Rehbock vom Greenteam „Sunrise“ aus Lübeck zu uns nach Berlin, um mit uns im Rahmen des 81. Salons am Samstag, den 24. November 2018 über das wichtige Thema zu sprechen, was Plastikmüll in der Umwelt auslöst – und was man dagegen tun kann.

Die vier engagieren sich seit Jahren für den Umweltschutz und sind durch einen aktuellen Skandal auf das Thema Plastikmüll aufmerksam geworden: Die Kläranlage in der Stadt Schleswig leitete zwei Jahre lang Plastikabfälle in die Schlei. Das Plastik stammt aus einem Faulturm, in dem unter anderem Speisereste zu Wärme und Energie verarbeitet werden sollten, die offensichtlich Verpackungsreste enthielten. So gelangten insgesamt mehrere hunderte Kilo Plastikmüll in den Fluss, wo sie eine Gefahr für die Tierwelt darstellen, die die Plastikschnipsel mit Futter verwechseln könnten.

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Fotos: Greenteam Sunrise/Greenpeace und Niklas Köhler

Philipp, Jonah, Johannes, und Sophia machten sich auf den Weg nach Schleswig, um das das Ausmaß der Katastrophe zu dokumentieren. Und sie fingen an, die Auswirkungen von Plastikmüll in der Umwelt anhand von Experimenten zu erforschen.

Was sie dabei herausgefunden haben und was man tun kann, um im Alltag Plastikmüll zu vermeiden, werden die vier uns im Rahmen des Salons erzählen, worauf ich mich schon sehr freue!

Weitere Informationen über der Greenteam „Sunrise“:

„Plastik sammeln an der Schlei“ – Bericht vom Greenteam

„Müll in der Schlei“ Teil 1 – das Greenteam verschafft sich einen Eindruck

„Müll in der Schlei“ Teil 2 – das Greenteam in Schleswig

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Die Kunsthistorikerin Natascha Hellwag wird mit uns im Rahmen des 76. Salons am Samstag, den 2. Juni 2018 über das Thema „Beltracchis Aura. Das originale Kunstwerk zwischen Evidenz und Täuschung“ sprechen.

Der Maler Wolfgang Beltracchi hat jahrzehntelang selbst gemalte Bilder als verschollene Kunstwerke bedeutender Künstler der Moderne, wie z.B. Max Ernst oder Heinrich Campendonk, ausgegeben und für Millionensummen an Museen und Sammler verkauft. Überführt wurde er 2010 durch eine chemische Analyse eines seiner gefälschten Werke und 2011 in einem der größten Kunstfälscherprozesse der Nachkriegszeit zu einer Haftstrafe verurteilt.

Natascha Hellwag ist nun der spannenden Frage nachgegangen, inwieweit sich die Kunst Wolfgang Beltracchis bewerten lässt. Dazu hat sie sich an dem Begriff der „Aura“ orientiert, welcher von Walter Benjamin (1892–1940) innerhalb des Aufsatzes „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ (1936) entwickelt wurde und die Originalität eines Kunstwerkes manifestiert. Beltracchi schuf bis 2010 Bilder, die eine Wirkung besessen zu haben scheinen, welche dem Betrachter keinen Zweifel daran ließ, dass es sich nicht nur um ein Kunstwerk handelte, sondern um ein originales Kunstwerk. Tatsächlich handelt es sich jedoch um Bilder „im Stil von“ Heinrich Campendonk, Max Ernst, André Derain und weiteren, die Beltracchi gemeinsam mit seiner Frau als Originale verkaufte. Dieser Fälschungsskandal, welcher sich vielfältig auf die Organe des Kunstmarktes auswirkt, bietet jedoch nicht nur die Möglichkeit der Verbesserung der einzelnen Institutionen, welche Kunstwerke bewerten und schätzen, sondern auch die Möglichkeit der Betrachtung unseres Kunstbegriffs an sich: Was macht ein Bild überhaupt zu einem Kunstwerk? Was kann der Betrachter erfahren, wenn er es betrachtet – kann ihm eine Autorschaft, die die Originalität des Kunstwerkes belegen würde, evident werden oder wäre dies lediglich eine Illusion?

Literaturanregungen:

Beltracchi, Helene und Wolfgang: Selbstporträt. Hamburg: Rowohlt 2014.

Benjamin, Walter: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Mit Ergänzungen aus der Ersten und Zweiten Fassung. Hrsg. v. Burkhardt Lindner. Stuttgart: Reclam 2011.

Müller, Burkhard: Beltracchi. Oder warum die Kunst den Zweifel braucht. Merkur (69. Jg., Heft 790), 2015, S. 5–17. (Hier abrufbar)

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Im Rahmen unseres 63. Salons am Freitag, den 7. April 2017 wird Dr. Josef Braml, einer der renommiertesten USA-Experten unserer Zeit, mit uns anhand seines aktuellen Buchs „Trumps Amerika. Auf Kosten der Freiheit“ (Quadriga, 2016) über die aktuellen politischen Entwicklungen in den USA und mögliche zukünftige Rollen Deutschlands und Europas in der neuen Weltordnung diskutieren.

Josef Braml kennt die entscheidenden Kräfte im Machtgefüge amerikanischer Wirtschaft und Politik so genau wie kaum ein anderer. Als Mitarbeiter bei einem der führenden US-Think-Tanks, Consultant der Weltbank, legislativer Berater im US-Abgeordnetenhaus und Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) hat er sich durch seine Expertise auf dem Gebiet der Außen- und Sicherheitspolitik der USA und ihren sozio-ökonomischen Grundlagen großes internationales Renommee erworben.

Mit seinem Buch „Trumps Amerika. Auf Kosten der Freiheit“ – nach den US-Wahlen im November 2016 aktualisiert – liefert Josef Braml eine sehr präzise und aufschlussreiche Analyse der politischen und wirtschaftlichen Situation in den USA und damit eine hervorragende Grundlage für unsere Salon-Diskussion über die gegenwärtigen politischen Entwicklungen, der ich mit Spannung und Freude entgegensehe. Denn in Zeiten „alternativer Fakten“ ist der persönliche Austausch mit Experten in meinen Augen relevanter und schätzenswerter denn je.

Weitere Informationen über Josef Braml und sein aktuelles Buch:

 

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Unsere Reihe zu der Fragestellung, wie wir zukünftig leben wollen vor dem Hintergrund von Globalisierung, Digitalisierung und weiterer Faktoren werden wir auch im neuen Jahr fortsetzen. Im Rahmen des 60. Salons am 30. Januar 2017 haben wir die Gelegenheit, den Fokus dieser Fragestellung auch auf andere Spezies zu erweitern und mit der Philosophin Dr. Friederike Schmitz über „Tierethik“ zu diskutieren.

Friederike Schmitz hat in theoretischer Philosophie promoviert und einen Sammelband zum Thema „Tierethik“ herausgegeben, der 2014 im Suhrkamp Verlag erschienen ist und wichtige Positionen der neueren tierethischen Debatte – teilweise erstmals in deutscher Sprache – versammelt, z.B. von Martha Nussbaum, Christine Korsgaard und Peter Singer.

Im Kern beschäftigt sich Friederike Schmitz mit der grundlegenden ethischen Frage „Sollten nicht-menschliche Tiere von Menschen unter Missachtung ihrer eigenen Interessen benutzt werden? Wieso sollten nicht-menschliche Tiere weniger Rücksicht verdienen als Menschen?“ Sie belässt es nicht bei theoretischen Fragestellungen, sondern setzt sich auch damit auseinander, wie sich das Mensch-Tier-Verhältnis praktisch – gesellschaftlich und politisch – verändern lässt.

Ich freue mich auf die Salon-Diskussion zu dieser tiefgreifenden Fragestellung!

Mehr Informationen über Friederike Schmitz:

https://friederikeschmitz.de/

http://www.suhrkamp.de/buecher/tierethik-_29682.html

http://pdf.zeit.de/2014/21/tierrechte-nutztiere-fleisch-essen.pdf

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Im Rahmen unseres 58. Salons am Freitag, den 9. Dezember 2016 wird Prof. Dr. Brigitte Spieß mit uns anhand ihres im November erscheinenden Buchs über „Neue Arbeits- und Führungswelten – Perspektivwechsel in Zeiten von Nachhaltigkeit und Digitalisierung“ sprechen und diskutieren (erscheint Mitte November 2016 in Co-Autorschaft mit Nicole Fabisch bei Springer).

Brigitte Spieß wird damit unsere Salon-Reihe zu der Fragestellung fortsetzen, wie wir zukünftig leben wollen, und anhand von inspirierenden Beispielen aus Praxis und Wissenschaft zeigen, wie ein Paradigmenwechsel hin zu einer neuen werteorientierten Arbeits- und Wirtschaftswelt sowie einer echten Nachhaltigkeitskultur gelingen kann. Denn die fortschreitende Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung werden die Arbeitskultur grundlegend verändern. Und auch der Wunsch nach sinnvoller Arbeit sowie die Notwendigkeit generationenübergreifender und interkultureller Zusammenarbeit stellen Führungskräfte in diesen Tagen vor neue Aufgaben.

Innerhalb dieses weiten Felds wird Brigitte Spieß im Rahmen ihres Vortrags einen Fokus darauf legen, wie Menschen ihre Potenziale in ihrer Rolle als Mitarbeiter/innen  in Institutionen und Unternehmen ideal entfalten können.

Mehr Informationen über Prof. Dr. Brigitte Spieß und ihr aktuelles Buch:

http://www.ebc-hochschule.de/fileadmin/EBC_Daten/Professoren/Vita/vita-ebc-hochschule-spiess-brigitte.pdf

http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-50531-1

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Die Menschenrechtsanwältin Dr. Miriam Saage-Maaß wird ihr gemeinsam mit Wolfgang Kaleck verfasstes Buch „Unternehmen vor Gericht. Globale Kämpfe für Menschenrechte“ (Verlag Klaus Wagenbach, 2016) im Rahmen unseres 57. Salonabends am Montag, den 21. November 2016 vorstellen:

Im September 2012 starben bei einem Brand in einer Textilfabrik im pakistanischen Karachi 260 Arbeiterinnen und Arbeiter. Dieser spektakuläre Fall ist nur ein Beispiel von unzähligen – täglich werden Menschen und natürliche Ressourcen durch Unternehmen auf der ganzen Welt ausgebeutet, oft mit tödlichen Konsequenzen. Dieses Mal verstummt der Aufschrei nicht. Die Betroffenen wehren sich dagegen, dass westliche Unternehmen von den billigen Arbeitskräften in Südasien profitieren, aber keinerlei Sorge für deren Sicherheit tragen. Sie verklagen den deutschen Bekleidungsdiscounter KiK und werden dabei von den Berliner Menschenrechtsanwälten Dr. Miriam Saage-Maaß und Wolfgang Kaleck unterstützt: Sie wollen, dass transnationale Firmen für die Arbeitsbedingungen in ihren Tochter- und Zulieferbetrieben im Ausland verantwortlich gemacht werden können.“

Anhand konkreter Fälle des Autorenduos – neben KiK auch gegen Pharmafirmen, gegen Nestlé, die Danzer Group und das Ingenieurunternehmen Lahmeyer – wird uns Miriam Saage-Maaß die Arbeit ihrer Menschenrechtsorganisation ECCHR vorstellen, ihre Hoffnungen, Niederlagen, Erfolge und vor allem, was jeder vom Widerstand im globalen Süden lernen kann: Neben den juristischen Mitteln zwingen Boykotte, Streiks und Proteste die Firmen endlich zum Umdenken.

Ich freue mich wirkliche sehr über die Möglichkeit, mit Miriam Saage-Maaß über ihre wichtige Arbeit im Salon sprechen zu können und damit auch einen inhaltlichen Bogen zu unserem Salon mit Valentin Beck schlagen zu können, der mit uns im August aus philosophischer Perspektive darüber diskutiert hat, was wir Menschen in Armut in anderen Teilen der Welt schulden.

Mehr Informationen über Miriam Saage-Maaß und ihr Buch:
https://www.ecchr.eu/de/ueber_ecchr/mitarbeiter-innen.html
https://www.wagenbach.de/autoren/autor/610-miriam-saage-maass.html
https://karosalon.wordpress.com/referenten/

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Im Rahmen unseres 55. Salons am Samstag, den 15. Oktober 2016 wird meine Buchhändlerin Laura Rupp wird mit uns über den stationären Buchhandel in der Krise und Strategien gegen die Marktdominanz von Amazon diskutieren.

In ihrem Vortrag setzt sich Laura Rupp nicht nur kritisch mit der Expansions-Strategie von Amazon und den eklatanten Auswirkungen für die gesamte Literaturbranche auseinander, sondern entwickelt innovative Ansätze für die Buchbranche im Sinne des Erhalts eines lebendigen Literaturbetriebs, wie ihn die meisten von uns zu schätzen wissen.

Damit setzt Laura Rupp unsere kleine Salon-Reihe rund um die Fragestellung, wie wir zukünftig leben wollen vor dem Hintergrund fundamentaler Veränderungen durch Globalisierung, Digitalisierung etc. fort.

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